Gran Canaria West - Wilde Natur, Kiefernwälder und einsame Buchten

Wer dem Touristengedränge des Südens oder der städtischen Atmosphäre von Las Palmas für eine Weile entkommen möchte, der erkundet auf eigene Faust die Westküste Gran Canarias. Wer auf der Suche nach Sandstränden, Souvenirsshops oder Hotelanlagen ist, wird hier nicht fündig werden. Generell ist die Westküste der Insel von dichten Wäldern und steil abfallenden Küsten geprägt, Siedlungen gibt es nur wenige. Dennoch bietet die Region eine wilde Schönheit, die Naturliebhaber ins Staunen versetzen wird.

Im Nordwesten liegt der Küstenort Agaete mit seinem Hafen Puerto de las Nieves. Hier kann man einen kleinen Spaziergang machen mit Blick auf die Felsformation Dedo de Dios (Finger Gottes) oder man beobachtet die Fähren, die regelmäßig nach Santa Cruz de Tenerife ablegen. Baden kann man an dem steinigen Stadtstrand Playa de las Nieves. Zu den kulinarischen Spezialitäten der Stadt gehören die Parillada de Pescado (gemischte Fischplatte) und traditionell hergestellter Schafskäse. Auch der Botanische Garten Huerto de las Flores ist mit seinen exotischen Pflanzen einen Besuch Wert.

Eine der wenigen Siedlungen der Westküste ist außerdem La Aldea de San Nicolás. Das kleine Bergdorf an sich ist touristisch eher uninteressant, aber die Anfahrt über die gewundene Bergstraße ist ein Erlebnis. Wenn man von Gran Canaria bisher nur den touristischen Süden kennt, erscheint einem die Berglandschaft wie eine andere Welt. Immer wieder gibt es kleine Buchten, in denen man parken und den Ausblick genießen kann, wie zum Beispiel den Mirador del Balcón. La Aldea lebt überwiegend von der Landwirtschaft, vor allem von den großen Tomatenplantagen, dem Anbau von Kartoffeln und allerlei Obst. Die Gemeinde reicht bis an die Küste herab, wo man auch einen der wenigen Strände der Westküste finden kann (Playa de la Aldea). Hier kann man in den urigen Restaurants frische Meeresfrüchte probieren. Mit Kindern sollte man den exotischen Kakteengarten Cactualdea besuchen.

In Richtung Südosten führt eine unscheinbare Bergstraße nach Playa de Tasarte, eine kleine Siedlung am Meer. An dem gleichnamigen Steinstrand liegt das Restaurant Oliva. Die umständliche Anfahrt lohnt sich: Das Lokal ist bei Einheimischen sehr beliebt und serviert angeblich die besten Fischgerichte Gran Canarias.

Naturliebhaber sollten unbedingt den Tamadaba Naturpark besuchen. Auf 7.500 Hektar erstreckt sich der größte Kanarische Kiefernwald der Insel, der zum UNESCO Biosphärenreservat ernannt wurde. Auf dem Campingplatz Llanos de la Mimbre kann man einige erholsame Tage verbringen und von dort aus einen der zahlreichen Wanderwege einschlagen. Zum Beispiel kann man auf den Pico de la Bandera wandern oder vom Wanderweg San Pedro aus den Ausblick auf Agaete genießen.

In der Nähe liegt die Schlucht von Guayedra mit gleichnamigem Strand. Der imposante, schwarze Steinstrand ist meist menschenleer und eigent sich damit perfekt für Ruhesuchende. Beim Baden ist allerdings durch die Strömung, den Wellengang und die fehlende Aufsicht Vorsicht geboten.

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