Pájara - Fuerteventura

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Der südliche Teil von Fuerteventura besteht aus der Gemeinde Pájara. Zu der Gemeinde gehören die Orte Ajuy, Cardon, Chilegua, Costa Calma, Esquinzo, La Lajita, La Pared, Mal Nombre, Morro Jable, Pájara, Piedras Caidas, Punta Jandía, Solana Matorral und Toto. Der Name Pájara soll, abgeleitet von der Schlucht Barranco de Pájara, aus dem Andalusischen stammen, dort bedeutet er Rebhuhn.

In einem Dokument über Betancuria wird die Ortschaft Pájara das erste Mal 1612 erwähnt. Im 17. Jahrhundert waren die Landwirtschaft, Fischfang, Viehzucht und der Handel die Haupteinnahmequellen der Bewohner des Dorfes. Die Häfen La Pared und Peña Horadada trugen zu einem regen Handelverkehr bei.

Da die Einwohnerzahlen sehr gestiegen waren, sprachen im Jahr 1681 die Bewohner von Pájara bei der Inselregierung vor, um eine Ausdehnung des Saatlandes zu erreichen. Trotzdem gab es, bedingt durch Trockenperioden, die immer wieder auftraten, einige Hungersnöte, die zu Auswanderungswellen führten. 1776 wurde für die stark anwachsende Bevölkerung ein Lagerraum errichtet, in dem man für Dürreperioden Kartoffeln, Weizen, Gerste und Salzkraut aufbewahren konnte.

1681 wurde das erste Kirchenschiff der Nuestra Señora de Regla erbaut. Da der Bischof Juan Ruiz Simón bei dem spanischen König Felipe V einen Mangel an kirchlicher Präsenz in abgelegenen Dörfern kritisierte, wurde 1708 die Hilfspfarrei Nuestra Señora de Regla gegründet. Im Jahre 1733 wurde die Kirche dann fertiggestellt. Eine Besonderheit sind die aztekischen Verzierungen auf der Fassade, die einzigartig auf den Kanaren sind. Am 2. September wird in Pájara eine große Feier zu Ehren der Schutzheiligen Nuestra Señora de Regla gefeiert.

Ein wichtiger Exportartikel wurde Ende des 18. Jahrhunderts der gebrannte Kalk. Im 19. Jahrhundert wurde die Herstellung des roten Farbstoffs Karmin ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Auf dem Platz an der Kirche, der Plaza de Nuestra Señora de Regla, findet man ein Wasserschöpfrad aus dem 19. Jahrhundert. Diese Wasserschöpfräder werden mit Esel betrieben und heißen hier norias. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wurden sie zur Bewässerung der landwirtschaftlichen Felder genutzt. An Wochentagen wird vormittags von einem Mann in traditioneller Kleidung und einem Esel demonstriert wie früher das Wasser gefördert wurde.

Im Stadtkern findet man noch zahlreiche, liebevoll restaurierte Landhäuser mit den typisch kanarischen Holzbalkonen.
In einem Kreisverkehr am Ortsrand befindet sich eine Statue, die einen Bauern beim Melken einer Ziege zeigt. Es ist das Denkmal für den Hirten, das Monumento al Pastor. Der Bildhauer, der dieses Werk schuf, ist Juan Miguel Cubas Sánchez, ein Einwohner von Pájara.

Wer mehr über die einheimische Tier- und Pflanzenwelt erfahren möchte, ist in der Aula de la Naturaleza bestens aufgehoben. Hier erfährt man viel Wissenswertes und informatives über die endemische Flora und Fauna.
Eine Seltenheit auf dieser wasserarmen Insel ist das Freibad von Pájara, das über acht Bahnen mit je 25 Metern Länge verfügt. Es ist allerdings nur in den Sommermonaten geöffnet.

 

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