Santa Cruz de la Palma

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Santa Cruz de La Palma ist eine der 14 Gemeinden der Kanareninsel La Palma. Sie befindet sich im Osten der Insel. Zu der Gemeinde Santa Cruz gehören die Orte Barranco del Rio, Candelaria, Cuesta del Llano de la Cruz, El Dorador, El Fronton, El Morro, El Planto, El Pocito, Juan Mayor, La Portada, La Verada, Las Lajitas, Las Nieves, Las Tierritas, Las Toscas, Llano Grande, Lomo de los Gomeros, Lomo del Centro, Lomo Espanta, Los Alamos, Miranda, Roque de Arriba, Santa Cruz de la Palma und Velhoco.

Der Ort Santa Cruz de La Palma ist die Hauptstadt von La Palma und Sitz der Inselregierung (Cabildo Insular). Er wurde am 3. Mai 1493, am Tag des Kreuzes, von Alonso Fernández de Lugo gegründet. Hier hatte sich vorher die Siedlung Apunyon, oder auch Auprón, der Ureinwohner von La Palma befunden.

Als nordwestlichste Insel der Kanaren hatte La Palma für den Schiffsverkehr zwischen Europa und Amerika eine privilegierte Lage. Zahlreiche Schiffe stoppten auf dem Weg nach Amerika auf La Palma, um Vorräte aufzufüllen, wodurch Santa Cruz als Tor in die Neue Welt bekannt wurde. Durch die wachsende Bedeutung im Handel zwischen Europa und Amerika wurde im Jahre 1558 das erste Überseegericht am Hafen von Santa Cruz eingerichtet.

Der Reichtum der Stadt lockte im 16. Jahrhundert auch viele Piraten an. Bei einem ersten Überfall im Jahre 1537 war man vorbereitet und konnte sich gegen die französischen Korsaren erwehren. Anders sah es im Jahre 1553 aus als der französische Kaperkapitän François Le Clerc mit seiner Besatzung Santa Cruz heimsuchte. Was die Verbrecher nicht mitnehmen konnten, wurde anschließend verbrannt. Die daraufhin gebauten Verteidigungsanlagen ließen weiteren Piraten, wie den bekannten Engländer Francis Drake, der 1585 noch auf dem Atlantik vor La Palma zur Umkehr gezwungen wurde, bei darauffolgenden Überfällen scheitern.

Als im Jahre 1657 ein Erlass dazu führte, daß jedes Schiff auf dem Weg nach Amerika in Teneriffa registriert werden mußte, nahm der Handelsverkehr in Santa Cruz drastisch ab. Auch nachdem der spanische König Carlos III. im Jahre 1778 für alle spanischen Häfen den Amerikahandel freigab, wurde die wirtschaftliche Situation für La Palma nicht wesentlich besser. Ihren alten Reichtum konnte die Stadt nicht wiedererlangen.

Heute ist die hübsche Altstadt von Santa Cruz mit den vielen alten Kolonialhäusern ein kunsthistorisches Baudenkmal. Viele alte Häuser befinden sich direkt an der Küstenstraße, an der Avenida Marítima. Nur selten findet man heute auf den Kanarischen Inseln noch so viele traditionelle Holzbalkone so eng beieinander. Die Parallelstraße der Avenida Marítima war früher die Hauptverkehrsstraße. Heute ist sie eine hübsch angelegte Fußgängerzone, die mit ihren zahlreichen Geschäften zum Bummeln und Einkaufen einlädt.

Obwohl Santa Cruz de La Palma die Inselhauptstadt ist, ist sie nicht die größte Stadt La Palmas, das ist Los Llanos de Aridane im Westen der Kanareninsel. Aber Santa Cruz ist Verwaltungssitz von vielen Behörden und Ämtern, auch das deutsche Konsulat befindet sich in der Hauptstadt.

Bei einem Bummel durch die Altstadt kann man viele Sehenswürdigkeiten bestaunen. Besonders sehenswert ist das alte Rathaus (Ayuntamiento) aus dem 16. Jahrhundert. Es befindet sich an dem Platz Plaza de España und verfügt über eine interessante hölzerne Kassettendecke.

Außerdem hat Santa Cruz einige interessante Kirchen und Klöster aus den letzten Jahrhunderten zu bieten, die sehr hübsch sind und kunsthistorische Werke zu bieten haben.

Die Kirche Iglesia Matriz de El Salvador ist eine dreischiffige Kirche im Mudéjar-Stil aus dem 16. Jahrhundert.

Die Kirche Iglesia Santo Domingo stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehört zu dem einstigen Kloster San Miguel de las Victorias. Eine umfangreiche Sammlung von flämischen Ölgemälden kann man in ihrem Inneren besichtigen.

Die Kirche Iglesia de Encarnación beherbergt eine flämische Skulpturengruppe aus dem 16. Jahrhundert, die aus polychromen Holz hergestellt wurden.

Ein kunsthistorisches Denkmal ist die Kirche Iglesia de San Francisco, die in früheren Zeiten dem Kloster Real Convento de la Inmaculada Concepción angehörte. Das im Renaissance-Stil erbaute Gebäude aus dem 16./17. Jahrhundert beherbergt heute das Inselmuseum Museo Insular. Hier befinden sich zahlreiche Informationen und Ausstellungsstücke zur Geologie, Geschichte, Heimatkunde und Archäologie von La Palma. Geöffnet ist es montags bis freitags, im Sommer von 9:00 bis 14:00 Uhr, im Winter von 9:30 bis 13:30 Uhr und von 16:00 bis 18:30 Uhr.

Die Festung Castillo de Santa Catalina stammt ebenfalls aus dem 16./17. Jahrhundert. Der italienische Baumeister Leonardo Torriani wurde von Karl V. im Jahre 1585 zum Bau der Verteidigungsanlage beauftragt. Heute ist sie ein nationalhistorisches Denkmal.

An dem Platz Plaza de la Alameda befindet sich ein Nachbau in Originalgröße des Schiffes Santa Maria, mit dem Columbus 1492 nach Amerika aufbrach. Im Inneren des Schiffes Barco de la Virgen ist ein kleines Museum untergebracht, das verschiedene Dokumente und Gegenstände aus der Geschichte der damaligen Seefahrt enthält. Geöffnet ist es montags und donnerstags von 9:30 bis 14:00 Uhr und von 16:00 bis 19:00 Uhr, sowie freitags von 9:30 bis 14:00 Uhr.

Frische Waren und palmerische Spezialitäten erhält man in den Markthallen von Santa Cruz, die montags bis samstags von 6:00 bis 14:30 Uhr geöffnet sind.

Der Hafen von Santa Cruz ist noch heute ein wichtiger Handelshafen. Mit der Schnellfähre der Schiffsgesellschaft Fred. Olsen Express gelangt man innerhalb von zwei Stunden nach Los Cristianos auf der Nachbarinsel Teneriffa. Jeden ersten Sonntag im Monat findet auf dem großen Hafenparkplatz ein Bauern- und Trödelmarkt statt.

Die meisten Urlauber, die die schöne Kanareninsel besuchen,  landen am Flughafen von La Palma, der nur etwa 8 km von der Hauptstadt Santa Cruz entfernt.

Die größte Feier der gesamten Insel, die Bajada de la Virgen de Las Nieves, die nur alle 5 Jahre gefeiert wird, hat ihren Mittelpunkt in Santa Cruz.

Die Ausdehnung der Gemeinde Santa Cruz de La Palma reicht vom Atlantik bis hoch in die Berge. In den höheren Lagen finden sich noch heute viele Spuren der Ureinwohner, wie beispielsweise der Versammlungsplatz der Guanchen in La Erita oder das Heiligtum am Berg Morro de Las Nieves.

 

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