Das Heiligtum Santuari de Nostra Senyora de Cura

oder auch nur Santuari de Cura genannt, befindet sich auf dem Berg Puig de Randa, im Süden der Balearischen Insel Mallorca. Auf einer Höhe von 543 Metern liegt es zwischen den Gemeinden Algaida und Llucmajor.

Am Fuße des Berges Puig de Randa befindet sich die gleichnamige Ortschaft. Das Heiligtum Santuari de Nostra Senyora de Cura ist ein Franziskanerkloster, das sowohl das höchstgelegene wie auch das größte der insgesamt drei Klöster auf diesem Berg ist. Auf dem Weg zum Gipfel, wo sich die Santuari de Cura befindet, kommt man an den anderen, Santuari de Gracia und Santuari de Honorat, vorbei. Neben dem Kloster Santuari de Lluc ist das Kloster Santuari de Cura einer der wichtigsten Wallfahrtsorte von Mallorca.

Eigentlich handelt es sich bei allen Santuaris auf Mallorca nicht um richtige Klöster, denn das Wort Santuari steht für Heiligtum, während Monestir ein wirkliches Kloster bezeichnet. Der größte Unterschied zu Klöstern besteht darin, daß die Santuaris zwar von Patres geleitet werden, aber nicht von Mönchen bewohnt werden.

Das Kloster entstand in der Zeit um das Jahr 1229, kurz nachdem unter König Jaime I. Mallorca durch die Christen von den Arabern zurückerobert wurde. Aus diesen Zeiten findet man noch heute auf dem Berg in den Fels gehauene Schlafstellen.

Im Jahre 1263 zog sich der bekannte mallorquinische Mönch, Missionar, Philosoph und Mystiker Ramon Llull, der auch unter dem Namen Raimundus Lullus bekannt ist, in das Kloster Santuari de Nostra Senyora de Cura zurück. Fast zehn Jahre lang lebte und arbeitete er dort. Die Zeit nutze Llull um die arabische Sprache zu lernen, sowie eine Arabisch- und Lateinschule zu gründen. Viele seiner berühmten Schriften verfasste er in diesem Kloster. Roman Llull verfasste Texte nicht nur in Latein und Arabisch, sondern auch in der Volkssprache Katalan, so daß die katalanische Sprache von einem Dialekt zu einer Kultur- und Literatursprache erhoben wurde.

Im 19. Jahrhundert begann der Verfall des Gebäudes, bis im Jahre 1913 den Franziskanern des 3. Ordens von der Diözese offiziell die Benutzung des Wallfahrtsortes wieder zugesprochen wurde.

Die alten Mönchszellen wurden renoviert und dienen heute als Hotelpension, die von den Franziskaner-Patres geleitet wird und auch von Nicht-Pilgern genutzt werden kann. Es gibt insgesamt 32 Zimmer, die modern mit Fernseher und eigenem Bad ausgestattet sind.

Der ehemalige Grammatiksaal wurde Ramon Llull gewidmet. In diesem Museum befinden sich zahlreiche Bilder, Gebrauchsgegenstände und alte Schriften von Llull. Im nordwestlichen Trakt wurde ein Restaurant untergebracht, das ordentlich und nicht überteuert ist. Zur Erholung laden die Steinbänke und -tische am Klosterhof ein, die sich unter schattenspendenden Bäumen befinden. Besonders die spanischen Pilger und Reisende nutzen gern diesen Platz zum Entspannen.

Der berühmte Randa-Kräuterschnaps ist nur hier in einem Souvenirladen erhältlich. Er wird nach einem alten Geheimrezept hergestellt und man sagt ihm eine heilende Wirkung nach. Er ist mild und süß, trotz seiner 40 % und daher auch sehr beliebt.

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