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Zu viele Polizisten im Gefängnis – Personalnot bei Guardia Civil auf Fuerteventura

Der Generaldirektor der Guardia Civil auf den Kanarischen Inseln hat im Süden von Fuerteventura ein ganz spezielles Personalproblem. Immer mehr seiner Agenten können dort nicht zum Dienst erscheinen, weil sie gerade selbst im Gefängnis sitzen. Mittlerweile hat dieser Umstand dazu geführt, dass die Guardia Civil in Morro Jable einige ihre Kompetenzen abgeben musste. Da einfach nicht mehr genügend Personal zur Verfügung steht um alle Aufgaben zu erfüllen.

Polizisten in Straftaten verwickelt

Begonnen hat das Personalproblem schon im Jahr 2013 als herauskam, dass sich einige der Beamten ein üppiges Zubrot dadurch verdienten, dass sie sich aktiv am Drogenhandel auf der Insel beteiligten. Fünf im Süden von Fuerteventura stationierte Agenten verloren damals in Folge der spektakulären Operación Botavra nicht nur ihre gesicherte Stellung bei den Gesetzhütern, sondern auch ihre Freiheit. Eine staatliche Rundumversorgung genießen sie jedoch auf einige Zeit immer noch, allerdings im Gefängnis.

In der vergangen Woche wurde der Personalstand dann gleich noch einmal um 4 Polizisten verringert, da diese ebenfalls festgenommen wurden. Ihnen ist unter anderem vorgeworfen Straftaten vertuscht und sich der Strafvereitelung im Amt schuldig gemacht zu haben. Dafür werden sie sich demnächst vor Gericht verantworten müssen.

Da außerdem 11 der insgesamt 36 ehemals in Morro Jable stationierten Agenten derzeit wegen gesundheitlicher Probleme ihren Dienst nicht versehen können und weitere 5 in andere Einheiten abkommandiert sind, ist die Personaldecke jetzt so dünn geworden, dass die verbleibenden Beamten unmöglich alle anfallenden Arbeiten erledigen können und sie deshalb nun ihre Kollegen von der Policia Local um Hilfe bitten mussten.

(Foto von Thomas Hawk/flickr.com Lizenz: BY-NC)