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Hitze auf den Kanaren: Temperaturen weiterhin über 30°C

Die Hitze bleibt

Ein Ende der Hitze-Welle auf den Kanarischen Inseln ist laut der Vorhersagen des staatlichen Wetterdienstes Aemet auch in den nächsten Tagen nicht in Sicht. Noch am gestrigen Samstag waren auf dem Archipel wieder die höchsten Temperaturen im ganzen Land registriert worden. In einigen Regionen Gran Canarias wurden Werte jenseits der Marke von 40°C gemessen. Selbst in der Nacht verharrte das Thermometer noch bei Werten über 30°C. Auch auf den weiter westlich gelegenen Inseln Teneriffa und La Palma ist in den kommenden Tagen weder mit Regen, noch einem signifikanten Temperatursturz zu rechnen. Dennoch gehen die Meteorologen davon aus, dass die Extremwerte der vergangenen Tage nicht mehr erreicht werden. Für große Teile der Inseln wird jedoch eine Wetterwarnung der Stufe Gelb aufrecht erhalten.

Während sich viele Urlauber über den strahlend blauen Himmel freuen, stöhnen andere unter der Hitze, die ihnen auch gesundheitlich zusetzt. Umso wichtiger ist es, einige grundlegende Regeln bei hohen Temperaturen zu beachten. Die direkte Sonne zu meiden gehört ebenso dazu wie ausreichend zu trinken. Besser verzichtet man auch auf Alkohol, wenn ein kühles Bierchen zum Mittagessen auch noch so verlockend erscheinen mag. Darüber hinaus sollte man sich allzu großer körperlicher Anstrengungen enthalten, falls diese bei den hohen Werten überhaupt möglich sind.

Gefahr durch starke Trockenheit

Neben diesen Selbstverständlichkeiten gehört auch eine besondere Vorsicht beim Aufenthalt in der Natur zu den Dingen, die während einer Phase der Trockenheit und Hitze zu beachten sind. Wer in diesen Tagen eine Zigarettenkippe einfach in die Landschaft wirft, kann damit eine Katastrophe auslösen. Dazu braucht es keinen deutschen Aussteiger, der, wie am Donnerstag auf La Palma geschehen, sein benutztes Toilettenpapier im Wald anzündet und damit einen riesigen Waldbrand auslöst. Das Feuer vernichtete mehr als 4.000 Hektar Wald.

Tragischerweise hat das Feuer auch noch ein Menschenleben gefordert. Ein 54-jähriger Mitarbeiter der Forstbehörde und Vater von fünf Kindern war bei den Löscharbeiten ums Leben gekommen. Zahlreiche Bewohner des betroffenen Gebietes in Los Llanos de Aridane mussten ihre Häuser verlassen. Wann sie zurückkehren können, ist noch nicht bekannt. Der 27-jährige Verursacher des Infernos kam in Haft und musste seinen Wohnsitz in einer Höhle gegen eine Gefängniszelle eintauschen. Er wird sich vor Gericht wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten müssen.