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Kanarische Winzer lassen ihre Weine im Meer vor Teneriffa reifen

Der Wein der Meere vor Teneriffa
Für viele Liebhaber eines guten Tropfens ist die Besichtigung einer Weinkellerei ein ganz besonderes Erlebnis. In der Bodega von Roberto González auf Teneriffa ist ein solcher Besuch allerdings nicht so ganz einfach zu realisieren. Die Weine, die ihm von sieben Winzern der Insel überlassen wurden, lagern nämlich nicht wie sonst üblich in den kühlen Mauern eines romantischen Gewölbekellers. Sondern in 18 Metern Tiefe vor der Küste von Poris de Abona. 200 Meter vom Land entfernt hat Roberto González die erste submarine Kellerei der Kanaren eingerichtet.

In Chile reifen schon seit vielen Jahren erstklassige Weine im Meer heran. Und vor den Küsten Kantabriens, Galiziens und dem Baskenland haben experimentierfreudige Winzer ebenfalls ihre Weine schon im Meer versenkt. Auch die Weinbauern auf Teneriffa sind von dieser Art der Lagerung überzeugt. In der Vergangenheit hatten sie bereits einige Flaschen ihrer edlen Tropfen nach Kantabrien geschickt. Um herauszufinden, welchen Einfluss diese Art der Lagerung auf die Qualität ihrer Weine hat. Die Verkostungen nach der Rückkehr der Weine fielen durchweg positiv aus. Die Rebensäfte hatten sich durchweg zu Spitzenweinen entwickelt.

Mit der Einrichtung der ersten Unterwasserkellerei auf Teneriffa können sie nun direkt vor den Kanaren zu ganz besonderen Tropfen heranreifen. Bis zu 5.000 Flaschen kann der Taucher und Ideengeber Roberto González, der vorgibt von Wein keine Ahnung zu haben, in seiner 31 Kubikmeter großen maritimen Bodega lagern. Auch wenn die meisten Weintrinker die Konstruktion aus Stahl und Beton wahrscheinlich niemals zu Gesicht bekommen werden, so soll es in Zukunft jedoch auch touristische Tauchgänge in die submarine Kellerei geben. Die Verkostung sollte allerdings dann doch wohl besser wieder an Land stattfinden.