Unterwasserroboter soll Zustand des vor Gran Canaria gesunkenen Trawlers untersuchen

Das in der vergangenen Woche vor der Südküste von Gran Canaria gesunkene Fischereischiff Oleg Naydenov verliert noch immer Treibstoff. Es vergrößert dort so den Ölteppich rund um den Ort des Geschehens. Das in der Nacht zum Sonntag aus Algeciras eingetroffene Spezialschiff Miguel de Cervantes konnte gestern auf Grund des starken Windes und der hohen Wellen die geplanten Reinigungsarbeiten in der betroffenen Zone noch nicht aufnehmen. Zu diesem Zeitpunkt war es auch für die Luz del Mar nicht möglich, Öl von der Wasseroberfläche abzusaugen.

Trawler gefährdet die Meeresbewohner

Für den heutigen Montag ist die Ankunft der Grampian Surveyor auf Gran Canaria angekündigt. Dieses Schiff hat einen Spezialroboter an Bord, der eingesetzt werden soll, um den Zustand des gesunkenen Trawlers zu untersuchen. In 2.400 Metern Tiefe wird der U-Bootroboter unter anderem die Menge des austretenden Treibstoffs erfassen. Mit diesen Informationen können die Reinigungsarbeiten besser geplant und effektiver durchgeführt werden. Ab Dienstag wird dieses Spezialgerät vor Ort einsatzbereit sein.

Zwar sind die Küstenregionen des touristisch geprägten Südens von Gran Canaria weiterhin nicht von dem Ölteppich bedroht, dennoch stellt das auslaufende Öl eine starke Gefährdung der Meeresfauna in der betroffenen Zone dar. In dem Gebiet sind besonders viele Meeresschildkröten aber auch etwa 30 verschiedene Arten von Meeressäugern und einige Sturmtaucher zu Hause. Das zuständige Ministerium für Landwirtschat, Ernährung und Umweltschutz hat deshalb eine Gruppe von Experten in die Zone geschickt, die dort nach betroffenen Tieren suchen und dann gegebenenfalls zur weiteren Behandlung in eine Tierklinik bringen sollen.

(Foto Grampian Surveyor von zetafiddler/flickr.com Lizenz: BY-NC-ND)