Unerfreuliche Aussichten für das Wochenendwetter auf den Kanarischen Inseln

Die Kanarischen Inseln haben in diesem Winter schon so manchen heftigen Sturm und einige recht eindrucksvolle Gewitter erlebt. Das Wetter des kommende Wochenendes ist nach Auskunft der Meteorologen die Sonnenanbeter erneut nicht besonders erfreulich.

Während am heutigen Freitag die Temperaturen noch einmal kurz auf Werte von über 20 Grad ansteigen sollen, sagen die Experten des staatlichen Wetterdienstes für den späten Abend und Morgen eine Kaltfront voraus, die für ungemütliches Wetter sorgen wird. Wegen der zu erwartenden heftigen Winde, hohen Wellen und kräftigen Regenfälle wurde für fünf der sieben Inseln die Warnstufe orange ausgerufen.

Besonders in den nördlichen Gebieten von Teneriffa, La Palma und Gran Canaria erwarten die Wetterpropheten bis zum Sonntag äußerst unangenehme Wetterverhältnisse. In den extremen Hochlagen dieser drei Eilande ist ab etwa 1.500 bis 1.700 Meter auch wieder damit zu rechnen, dass die Gipfel zeitweise mit einer leichten Schneeschicht bedeckt sein werden. In der Wetterwarnung wird nicht nur auf die Gefahr durch 3 bis 4 Meter hohe Wellen hingewiesen, sondern auch auf die Wassermassen, die vom Himmel kommen werden. Bis zu 15 Liter pro Quadratmeter halten die Prognostiker für möglich. Die Windgeschwindigkeiten werden mit etwa 80 km/h aber nicht ganz so furios ausfallen wie bei den Stürmen, die vor drei Wochen über die Inseln gefegt sind und dabei zum Teil größere materielle Schäden verursacht haben.

Temperaturen können auf 12 Grad fallen

Trotzdem sind die Aussichten für die nächsten Tage nicht gerade rosig. Besonders der merkliche Temperatursturz von etwa 10 Grad sorgt dafür, dass die Überwinterer auf den Kanaren sich fast wie zu Hause fühlen können. In einigen Regionen Deutschlands, in denen am Samstag und Sonntag frühlingshafte Werte von bis zu 17 Grad erwartet sind, sind die Aussichten – zumindest bei den Temperaturen – erfreulicher als auf den Inseln, die sich sonst als Sehnsuchtsort für alle Winterflüchtlinge präsentieren. Zum Trost für all diejenigen, die derzeit ihren wohlverdienten Urlaub auf Gran Canaria, Teneriffa oder La Palma verbringen, bleibt anzumerken, dass das schlechte Wetter aber nicht von langer Dauer sein wird. Bereits am Sonntagabend soll nach den Berechnungen der Meteorologen das Schlimmste überstanden sein, so dass mit etwas erfreulicheren Werten in die neue Woche gestartet werden kann.

Sturmtief über dem Atlantik und Hochdruckgebiet über den Azoren

Schuld an diesen wenig erfreulichen Aussichten ist ein Sturmtief über dem Atlantischen Ozean, das sich von Irland aus langsam seinen Weg über das Meer bahnt und dabei auf ein Hochdruckgebiet über den Azoren trifft. Diese Wetterlage sorgt in England und Schottland erneut für die heftigen Regenfälle, die das Land seit Wochen in eine Seenlandschaft verwandeln. Die extremen Unterschiede des Luftdrucks sind aber gleichfalls dafür verantwortlich, dass das Wochenende nicht nur auf den Kanaren, sondern ebenso auf den Azoren recht ungemütlich wird. Mit bis zu 14 Meter hohen Wellen wird auf der Inselgruppe gerechnet, so dass auch dort der Sonnenschirm gegen einen Regenschutz getauscht werden sollte.