Riesiger Wal im Süden Gran Canarias gestrandet

Ein 19 Meter langer und 30 Tonnen schwerer Finnwal wurde gestern tot an der Küste von Juncalillo del Sur, in der Nähe von Castillo del Romeral im Süden Gran Canarias entdeckt. Bereits am Donnerstag war das verendete Tier zum ersten Mal vor der Insel gesichtet worden. Tagelang trieb der Kadaver von Las Palmas aus an der Küste entlang. Bis er dann am Samstag vor der Küste im Süden der Insel auftauchte. Wenige Stunden nach seiner Entdeckung hat man den Wal dann in den Hafen von Arinaga geschleppt. Dort soll er in den nächsten Tagen geborgen, anschließend will man ihn in die Müllverwertungsanlage nach Juan Grande bringen. Wo eine Autopsie vorgenommen wird.

Kein Platz im Hafen von Las Palmas

Nachdem man den Wal am Donnerstag in der Nähe des Hafens an einem Strand in Las Palmas entdeckt hat. Beantragten die staatlichen Tierärzte, den Kadaver in ein Hafenbecken bringen zu lassen. Sowie ihn dort mit einem Kran aus dem Wasser zu heben, um die Todesursache feststellen zu können. Die dafür erforderliche Genehmigung hat der Chef der Hafenverwaltung jedoch nicht erteilt, da angeblich der benötigte Platz nicht vorhanden ist. Deshalb entschloss man sich, den toten Wal aufs offene Meer hinaus zu schleppen. Dabei bestand jedoch immer die Gefahr, dass das riesige Tier mit einem der in der Bucht von Las Palmas verkehrenden Schiffe kollidieren würde.

Dies scheint jedoch nicht geschehen zu sein. Vielmehr erhielt gestern Morgen die Spezialeinheit Sistema Integrado de Vigilancia Exterior (SIVE) der Guardia Civil, die für derartige Vorfälle zuständig ist, die Meldung, dass sich ein unbekanntes Schiff auf die Küste von Castillo del Romeral zubewege. Bei der näheren Untersuchung durch die Beamten stellte sich dann jedoch recht schnell heraus, dass es sich keineswegs um ein Schiff, sondern um den toten Wal handelte. Den man zwei Tage zuvor aufs Meer hinausgebracht hat.

Zahlreiche Schaulustige beobachteten den Abtransport

Nachdem bekannt war, dass ein verendeter Meeressäuger von enormen Ausmaßen am Strand von Juancalillo zu sehen sei, setzte sogleich der Besichtigungstourismus ein. Noch bevor der tote Finnwal von der Besatzung des Rettungsschiffs Salvamar Menkalinan an einen sicheren Ort ziehen konnte. War er bereits von zahlreichen Schaulustigen entdeckt, bestaunt und fotografiert. Wie der Meeresbiologe und Tierarzt Pascual Calabuig, der am Centro de Recuperación de Fauna Silvestre für derartige Vorkommnisse zuständig ist, mitteilte, konnte die Guardia Civil durch das schnelle Eingreifen verhindern, dass der tote Finnwal auf den Felsen vor der Insel auf Grund läuft.

Wäre dies geschehen, dann hätte der Kadaver nicht mehr so einfach geborgen werden können. An seinem Institut, das sich mit dem Erhalt und der Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume von wilden Tieren beschäftigt. Ist man nun gespannt auf die Ergebnisse der Obduktion, die man in den nächsten Tagen durchführt Um die genaue Todesursache des gigantischen Meeressäugers festzustellen.

Zwar kommt es immer mal wieder vor, dass tote Wale und Delfine an den Küsten der Kanarischen Inseln angespült werden. Ein derart großes Exemplar mit fast 20 Metern Länge und 30 Tonnen Gewicht ist jedoch eher selten darunter. Umso interessanter ist es nun herauszufinden, ob der Wal eines natürlichen Todes, etwa auf Grund von Altersschwäche, gestorben ist. Oder ob eine andere Todesursache vorliegt, die näher untersucht werden müsste.