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Palmitos Park und Aqualand rüsten auf

Wenn man wie geplant im Jahr 2016 der größte Wasserfreizeitpark Europas in El Veril im Süden Gran Canarias eröffnet, wollen die bereits bestehenden Vergnügungsparks in der Touristenzone der Ferieninsel gut gegen die neue Konkurrenz gewappnet sein. Mit Investitionen in Höhe von etwa 30 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren sollen der Palmitos Park und das Aqualand Maspalomas, die beide unter der Leitung der Aspro Park Gruppe stehen, fit gemacht werden für die Zukunft und den verschärften Wettbewerb in der Branche, der mit dem Einzug des deutschen Unternehmers Wolfgang Kiessling auf Gran Canaria demnächst beginnen wird.

Kiessling, der seit vielen Jahren neben dem bekannten Loropark auch noch Hotels und einen weiteren Freizeitpark auf Teneriffa betreibt, hat gerade die Kanalisierung des Wassers in El Veril beantragt. Dies ist der erste Schritt in einer langen Reihe von Baumaßnahmen, die für die Erstellung des nach eigenen Angaben größten Wasserparks in Europa notwendig sein werden. Von offizieller Stelle hat man erklärt, dass die Behörden keinerlei Probleme bei den erforderlichen Genehmigungen erwarten, sodass man bei planmäßigem Baufortschritt tatsächlich in zwei Jahren mit der Eröffnung des Parks rechnen kann. Kiessling hatte zu Beginn des Jahres nach langen und zähen Verhandlungen endlich den Kaufvertrag für die benötigten Grundstücke unterschreiben können. Mehr als einmal war eine Einigung mit den ehemaligen Eigentümern, der Familie Conte del Castillo, in weite Ferne gerückt. Schließlich hat man dann mit der Unterzeichnung des Vertrages doch noch der Grundstein für die neue Attraktion im Süden Gran Canarias gelegt.

Veränderte Wettbewerbsbedingungen zwingen zum Handeln

Damit die bereits seit vielen Jahren in der Touristenzone der Insel angesiedelten Freizeitparks nicht allzu sehr unter dem neuen Mitbewerber um die Gunst der Feriengäste leiden müssen, haben die Parkbetreiber nun beschlossen, ihrerseits aufzurüsten und den Palmitospark sowie das Aqualand Maspalomas mit neuen Attraktionen auszustatten. 30 Millionen Euro will man in die Hand nehmen, um im Palmitos Park ein Showbecken mit verschiedenen Haiarten einzurichten und neue Gehege und Landschaften für Pinguine und Kaimane zu bauen. Außerdem baut man im Aqualand eine gigantische 18 Meter hohe Rutsche, die die Attraktivität des Spaßbades weiter steigern soll. In den vergangenen vier Jahren hatten die Betreiber der Parks bereits insgesamt 60 Millionen Euro in ihre Unternehmen investiert, um den gestiegenen Ansprüchen der Besucher gerecht zu sein.

Ansprüche sind gestiegen

Längst reicht es nicht mehr aus, einige bunte Papageien und lustige kleine Äffchen zu präsentieren, um das verwöhnte Publikum zu begeistern. Auch mit einer langweiligen einfachen Rutschbahn und gemächlich dahinplätschernden Wasserspielen sind die Gäste eines Freibades heute nicht mehr zufrieden zu stellen. Da muss man schon sehr viel mehr bieten, um auf dem heiß umkämpften Markt mithalten zu können. Um an den begehrten Urlaubereuro zu gelangen, müssen sich die Unternehmer schon einiges einfallen lassen und immer wieder neu investieren. Versäumt man dies, ist das Ende bald abzusehen.

Bestes Beispiel dafür ist der Freizeitpark Sioux City im Barranco de Águila, ebenfalls im Süden Gran Canarias. Weil über Jahre hinweg versäumt worden ist, sich auf die veränderten Gegebenheiten einzustellen, bleiben die Besucher nun immer häufiger aus. Am Ende wird der Investitionsstau so groß geworden sein, dass eine Rettung der Westernstadt nur noch schwer möglich sein wird. Um ähnliche Probleme zu vermeiden und die Zukunft der Parks und ihrer Mitarbeiter zu sichern, bemühen sich die Betreiber von Palmitospark und Aqualand, die Zeichen der Zeit rechtzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Ob zum Schluss das Budget der Urlauber auf Gran Canaria aber tatsächlich ausreichen wird, um wirklich all die tollen neuen Attraktionen auf der Insel zu besuchen, wird sich erst noch erweisen müssen.