Obdachlose auf Teneriffa leiden unter tiefen Temperaturen

Nach Angaben des Roten Kreuzes leben derzeit in den Städten von Teneriffa insgesamt etwa 300 Menschen auf der Straße. Wahrscheinlich ist diese Zahl aber noch höher, da nicht alle Obdachlosen auf das Angebot zur Hilfe zurückgreifen. Bei vielen überwiegen immer noch Scham und Skepsis gegenüber den offiziellen Organisationen. Auch wenn es zu keiner Zeit angenehm ist, kein Dach über dem Kopf zu haben, so ist es jedoch derzeit besonders schwierig auf der Straße zu leben. Die derzeit herrschenden Temperaturen, die auf den Kanarischen sonst nicht üblich sind, gefährden die Gesundheit der wohnungslosen Menschen.

Betroffene erhalten Unterstützung

Um die größte Not zu lindern sind die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer ständig in den Straßen der Städte unterwegs. Sie verteilen Decken und unterrichten über die verschiedenen Hilfsangebote. Neben den Suppenküchen, wo Bedürftige nicht nur eine warme Mahlzeit sondern auch heiße Getränke bekommen können, sorgen einige mobile Einsatzgruppen dafür, dass die größte Not gelindert werden kann. Darüber hinaus hat das Rote Kreuz in La Cuesta ein Zentrum eingerichtet, in dem sich die Obdachlosen tagsüber aufhalten können. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich selbst und ihre Kleidung zu waschen, sowie sich aufzuwärmen und Gespräche mit Psychologen oder Sozialarbeitern zu führen. Durchschnittlich etwa 30 Personen nehmen dieses Angebot jeden Tag an.

Zwischen 21 und 76 Jahre alt sind die Menschen, die auf den Straßen Teneriffas leben. Die größte Gruppe ist die der 34 bis 49 Jährigen, die etwa 40 % der Betroffenen ausmacht. Männer finden seltener den Weg in die Hilfseinrichtungen als Frauen. Während die auf der Straße betreuten Personen zu 76 % männlichen Geschlechts sind, ist das Verhältnis in den Hilfszentren recht ausgewogen.

(Foto von Fabian Bockholt/flickr.com Lizenz: BY-NC-SA)

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