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Nationalpark Teide unter den beliebtesten Parks der Welt

Teneriffa kann seine Vormachtstellung unter den Touristeninseln des kanarischen Archipels weiter ausbauen. Nicht unerheblichen Anteil an dieser Entwicklung trägt der Vulkan, der große Teile der Landschaft auf dem Dach der Insel bestimmt.

Mehr Besucher als der berühmte Krüger Park in Südafrika

Der Nationalpark Teide ist nach neuesten Erhebungen nicht nur der meistbesuchte Nationalpark des Landes, sondern auch auf der Liste der beliebtesten Parks weltweit zu finden. Noch vor so bekannten Konkurrenten wie dem Krüger Nationalpark in Südafrika, der Masai Mara in Kenia, der Serengeti in Tansania und den beeindruckenden Wasserfällen von Iguazú im Grenzgebiet zwischen Argentinien und Brasilien, hat sich der Teide an die sechste Stelle der 10 meistbesuchten Nationalparks der Welt geschoben.

Als einziger Park in ganz Europa auf dieser Liste musste sich der Vulkan lediglich von den Great Smoky Mountains, dem Grand Canon, und dem Yosemite Nationalpark, der wie die beiden zuvor genannten in den USA liegt, sowie den Blauen Bergen in Australien und dem Park von Zhangjiajie in China geschlagen geben. Dieser Erfolg ist jedoch nicht die einzige Auszeichnung, die den Teide zu einem ganz besonderen Berg macht. Im Jahr 2007 wurde die Krone Teneriffas in eine weitere bedeutende Liste aufgenommen. Seit dieser Zeit darf sich das Gebiet mit dem klangvollen Titel „Weltnaturerbe der Unesco“ schmücken.

Mehr als 2,5 Millionen Besucher pro Jahr

Durchschnittlich mehr als 2,5 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr den 3718 Meter hohen Berg, dessen oft schneebedeckte Spitze zum unverwechselbaren Symbol für die größte Insel der Kanaren geworden ist. Vor 6 Dekaden, im Jahre 1954, entschloss man sich, das Gebiet rund um den Gipfel zum Nationalpark zu machen und damit die faszinierende Landschaft unter besonderen Schutz zu stellen. Die durch zahlreiche Vulkanausbrüche geformte Umgebung des Pico del Teide wirkt auf die Menschen seltsam bizarr und außergewöhnlich. An manchen Stellen wähnen sich die Besucher gar auf dem Mond. Deshalb diente diese großartige Landschaft auch schon des Öfteren als Kulisse für Kinofilme, die auf fremden Planeten spielen. Die großen Geröllflächen und Felsformationen, die so nur selten zu finden sind, beeindrucken nicht nur Touristen und Filmschaffende, sondern auch Forscher aus aller Welt, die dem Schichtvulkan, der am 18. November 1909 zum letzten Mal ausgebrochen ist, wertvolle Erkenntnisse zur Entstehung des Kanarischen Archipels verdanken.

Genehmigung zur Besteigung erforderlich

Der dritthöchste Inselvulkan der Welt liegt auf dem Gebiet der Gemeinde La Orotava, südwestlich der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife, und ist auch aus den Touristengebieten im Süden der Insel gut zu erreichen. Wer auf den Gipfel des Teide steigen möchte, muss dazu eine Genehmigung einholen, die man im Internet oder aber im Büro der Nationalparkverwaltung in Santa Cruz innerhalb von etwa zwei Stunden erhält, wenn es die Wetterverhältnisse zulassen und das Besucherkontingent noch nicht ausgeschöpft ist.

Wer sich dann auf den Weg macht, den Gipfel zu erklimmen, wird dabei von Rangern überwacht, die dafür sorgen, dass die Wanderer die vorgeschriebenen Wege nicht verlassen und das sensible natürliche Gleichgewicht der Region nicht mehr stören, als zu verantworten ist. Außer auf Schusters Rappen ist die Spitze des Berges aber auch mit einer Seilbahn zu erreichen. So einfach hatte es der Erstbesteiger des Teide natürlich nicht. Als Sir Edmund Scory 1582 zum ersten Mal auf dem Dach des höchsten Berges Spaniens angekommen war, hatte er eine recht strapaziöse Reise hinter sich und sicherlich nicht damit gerechnet, dass ihm noch Millionen Menschen folgen würden.