Muslimische Gemeinde in Las Palmas de Gran Canaria darf neue größere Moschee bauen

Auf einem etwa 6.000 Quadratmeter großen Grundstück im Stadtteil Las Torres wird bald eine neue Moschee entstehen. Damit findet ein viele Jahre dauernder juristischer Streit zwischen der Stadtverwaltung Las Palmas und der Vereinigung der Muslime endlich ein Ende.

Vor mehr als 15 Jahren hatte die Stadt unter dem damaligen Bürgermeister mit der muslimischen Gemeinde ein Tauschgeschäft beschlossen. Danach sollte die Stadt Las Palmas einige für den Bau des Tunnels Julio Luengo benötigte Grundstücke bekommen, die sich im Besitz der Gemeinschaft befanden. Im Gegenzug war vorgesehen, dieser einen Baugrund im Stadtteil La Minilla zur Verfügung zu stellen.

Bebauung wird durchgesetzt

Auf Grund von Protesten der Anwohner und der Entdeckung, dass auf dem vorgesehenen Grundstück ein vom Aussterben bedrohter Käfer lebt, konnte die Stadt ihre Zusage nicht einhalten. Nach einem langwierigen juristischen Streit, der zugunsten der islamischen Gemeinde entschieden wurde, kam es nun endlich zu einer Einigung. Sie ermöglicht doch noch den Bau einer neuen Moschee.

Hinter dem Einkaufszentrum Las Ramblas in Las Torres wird nun ein religiöses Zentrum entstehen. Neben einem Gebetsraum soll auch eine Bibliothek, mehrere Unterrichtsräume und Wohnungen für die Geistlichen zu finden sein. Die Bauplanung sieht auch ein Minarett vor, das jedoch eine Höhe von 12 Metern nicht überschreiten darf. Für die etwa 20.000 Muslime in der Inselhauptstadt von Gran Canaria bedeutet der Bau, dass das viel zu klein gewordene Gotteshaus in der Calle Viriato endlich aufgegeben werden kann.

(Foto von El Coleccionista de Instantes/flickr.com Lizenz: BY-SA)