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Mojo für den Weltrekord

Freunde der kanarischen Küche sollten sich den kommenden Samstag fest in ihrem Terminkalender notieren. In Las Palmas auf Gran Canaria gibt es an diesem Tag nicht nur ein im wahrsten Sinne des Wortes opulentes Mahl. Ein Mahl, das erfreulicherweise nicht nur gratis an die Besucher des Einkaufszentrums El Mirador verteilt wird. Sondern auch noch die Chance, an einer Veranstaltung teilzunehmen, die wohl ins Guiness Buch der Rekorde eingehen wird. In einem gigantischen Kessel werden am Samstag ab 16 Uhr 800 Kilogramm der typisch kanarischen Mojo Picón zubereitet. Anschließend kann sich das Publikum über die leckere Mahlzeit freuen.

Schon im vergangenen Jahr hatte man sich mit der Zubereitung von 1704 Kilogramm Papas arrugadas nicht nur in die Herzen der Kunden des Shoppingcenters, sondern auch in das Guiness Buch der Rekorde gekocht. Was lag da näher, als es in diesem Jahr mit der bekanntesten aller kanarischen Soßen, der pikanten roten Mojo zu versuchen. Die Herausforderung, die der Koch José Miguel Nuez González mit seinem Team meistern muss, ist durchaus zu bewältigen. Bei nicht einmal 200 Kilogramm der köstlichen Tunke liegt bislang der Rekord, den es zu schlagen gilt. Diesen Wert aber, wie beabsichtigt, zu vervierfachen ist schon eine ganz andere Hausnummer, die einiges an Koordinations- und Logistiktalent erfordert. Unterstützt werden die Rekordköche von Francisca Bordón Guedes, die bei einem Wettbewerb unter dem Motto: Die beste Mojo?… die meiner Mutter! mit ihrem Rezept die Siegerkrone erringen konnte.

Sobald die Rekordmenge von 800 Kilogramm erreicht ist, beginnt die heiße Schlacht am Kochkessel. Wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren, wird auch diesmal mit einer regen Anteilnahme hungriger Shopper gerechnet, die den kleinen kostenlosen Snack zwischendurch sicher zu schätzen wissen.

Die gesamte Veranstaltung wird natürlich streng von einem Notar überwacht, der im Auftrag des Guinessbuch-Verlages streng darauf achtet, dass auch bei diesem Rekordversuch alles mit rechten Dingen zugeht.

Wer also am Samstag Lust und Hunger hat, kann, wenn er denn in der Nähe ist, nicht nur ein kostenloses Essen genießen, sondern auch Zeuge eines Weltrekordes werden. Für Menschen, die Mojo picón nicht zu ihren Leibgerichten zählen, gibt es aber auch ein interessantes Programm zu bestaunen. Mit Workshops für Kinder, einer Ausstellung traditioneller kanarischer Kleidungstücke und Musikgruppen, die sich der inseltypischen Folklore verschrieben haben, werden auch diejenigen einen angenehmen Nachmittag verbringen können, die eine gute Currywurst der kanarischen Spezialität vorziehen.

Alle, die am Wochenende nicht in Las Palmas sein können, haben natürlich die Möglichkeit, sich zu Hause einen kanarischen Abend zu machen. Mit Papas arrugadas, Mojo picón und einem guten Rotwein wird auch das trübe Wetter in Deutschland etwas erträglicher. Als kleine Anregung dazu gibt’s nun hier die passenden Rezepte. Allerdings nur für die Gerichte, den Rotwein bekommen Sie sicher im Supermarkt um die Ecke oder beim Weinhändler ihres Vertrauens.

Für die traditionelle kanarische rote Soße, Mojo picón, benötigt man:

Zubereitung:

Zunächst die Chilischoten mit kochendem Wasser übergießen und etwa 1 Stunde quellen lassen. Danach werden die Kerne entfernt und die Schoten in Ringe geschnitten. Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Anschließend kommen alle Zutaten in ein Gefäß. Unter ständigem Rühren mit einem Mixer oder einem Rührstab bearbeitet man das Ganze, unter langsamer Zugabe des Öls, zu einer homogenen Masse. Diese passt dann hervorragend zu den kleinen Runzelkartoffeln.

Die Zubereitung der Papas arrugadas ist recht einfach.

Man benötigt für ein Kilo kleine Kartoffeln gut 150 Gramm Meersalz, es darf auch ruhig etwas mehr sein. Die Erdäpfel muss man putzen, aber nicht schälen. Zusammen mit knapp 1 Liter Wasser und dem Salz in einen Topf geben und etwa 30 Minuten kochen lassen. Danach das Wasser abgießen und die Kartoffeln auf der heißen Herdplatte solange ausdampfen lassen, bis sich die Schale zusammenzieht und die typischen Runzeln entstehen.

Also, viel Spaß beim Kochen und einem ganz persönlichen kanarischen Abend.