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Guardia Civil: Drogenschmuggel unter Beamten

Durch eine lange vorbereiteten Aktion ist bei einer verdeckten Operation eine kriminelle Drogenschmuggel-Organisation aufgeflogen. Zahlreiche Mitglieder wurden verhaftet. Besonders erschreckend ist, dass die Agenten der Guardia Civil bei dieser Maßnahme fünf ihrer Kollegen festnehmen mussten. Nach intensiver Beobachtung, haben die Ermittler in der Nacht zugeschlagen und die Mitglieder des „Clan M“  festgesetzt.

Es wird erwartet, dass noch mehr Personen in die illegalen Machenschaften verwickelt sind. Außer Drogenschmuggel werden den Verbrechern weitere Straftaten vorgeworfen, die mit dem Drogengeschäft unmittelbar zusammenhängen.

 Erfolg durch intensive Vorbereitung

Die Abteilung für innere Angelegenheiten der Nationalpolizei hatte mehrere Monate lang ermittelt, bevor sie jetzt zusammen mit der Guardia Civil zuschlagen konnte. Wohl schon seit einigen Jahren organisierte der „Clan M“ den Drogentransport und den Vertrieb der illegalen Substanzen. Vier der festgenommenen Polizisten sind auf Fuertventura zu Hause und in mindestens einem Fall auch mit einen bekannten, hochrangigen Inspektor der Polizei in Puerto del Rosario verwandt.

Während es sich bei den verhafteten Canarios durchgehend um untere Dienstgrade der Guardia Civil handelt, ist der Kollege vom Festland nach ersten Angaben in einer gehobenen Position tätig gewesen. Wie bekannt wurde, waren die Beamten trotz einiger Vorstrafen erstaunlicherweise immer noch im Dienst und konnten so ihre dunklen Machenschaften unter dem Schutz der Uniform fortführen.

Der Haschhischhandel auf Fuerteventura befand sich anscheinend komplett in der Hand der Polizisten, die sich als wahre Schläger herausgestellt haben. Angeklagt werden sie außer wegen der Drogenverbrechen auch wegen der Methoden, mit denen sie ihre Geschäfte gesichert haben. Mit ungerechtfertigten Anschuldigungen und gefälschten Beweisen gingen sie gegen vermeintliche Konkurrenten und diejenigen vor, die sich ihren Anweisungen widersetzt haben.

Drogenschmuggel in den eigenen Reihen

Bei der Vorbereitung des Schlages gegen die uniformierten Drogendealer stießen die Ermittler immer wieder auf große Hindernisse. Die Bande war bestens vernetzt und hatte Verbindungen zu anderen Polizeiabteilungen und Justizbehörden. Die Beamten deshalb stets mit größter Vorsicht vorgehen, da ständig die Gefahr bestand, dass die Operation auffliegen und die Verdächtigen gewarnt würden, was ein Scheitern der Ermittlungen und der Verhaftungen bedeutet hätte. Bei der Aktion wurden 30 Pakete Haschisch beschlagnahmt und weitere vier Personen festgesetzt.