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Land unter in der Gemeinde Mazo

Foto aus dem Archiv

La Palma ist bekanntlich die grüne Insel im Atlantik und braucht darum ab und an auch etwas Regen. Über die lange Sommerzeit trocknet die Insel förmlich aus und man erwartet mit Freude den ersten Regenfall, der die Gärten wieder grün sein lässt und die Wasserreservoirs füllt. Nur die Niederschlagsmengen sind dann oft das Problem, wenn der lang ersehnte Regen endlich kommt.

So auch aktuell, zumindest in der Gemeinde Villa de Mazo oberhalb des Flughafens. Bereits gestern gab es hier und dort immer mal wieder ein paar Regenschauer, jedoch ohne größere Probleme zu verursachen.

Doch am heutigen Vormittag setzte dann in der Gemeinde Villa de Mazo extrem starker Regen ein und brachte Überschwemmungen in Häusern und einem Supermarkt mit sich. Die Hauptstrasse musste streckenweise gesperrt werden, da die aus den Bergen herabfliessenden Wassermengen Geröll und Steine auf die Fahrnbahn spühlten.

Während es inselweit nur etwa 7 Liter pro m2 regnete, betrug die Niederschlagsmenge in der Gemeinde Mazo 128 Liter pro m2. Somit war dieser Landstrich mit Abstand am stärksten von den Regenfällen betroffen. Die meisten Probleme gab es in den Zonen Tirimaga und La Sabina. Hier waren die Einsatzkräfte ununterbrochen damit beschäftigt, die Strassen wieder befahrbar zu machen. Auch die Strasse zum Flughafen musste für Räumungsarbeiten kurzzeitig gesperrt werden.

Mazo weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Notwendigkeit der Installation von Kanalisationen für die Barrancos hin, da es bei jedem stärkeren Regenfall zu Problemen käme. Die neuinstallierten Abläufe in den Bereichen Montes de Luna und Tigalate funktionierten bestens.

Probleme gab es auch in Santa Cruz

Auch in der Hauptstadt Santa Cruz kam es am Vormittag an einigen Stellen zu Problemen durch heftige Regenfälle. So wurde der Parkplatz am Hafen überschwemmt und die Innenräume etlicher dort parkender Autos beschädigt. Der plötzliche Starkregen überraschte die Einsatzkräfte. Eine Räumung des Parkplatzes war so schnell nicht realisierbar.

Auch in der Innenstadt kam es zeitweise zu Überschwemmungen. Besonders betroffen waren hier die Calle Álvarez de Abreu an der Kreuzung zur Calle Lemus, sowie die Calle Perez de Brito auf Höhe des Gerichtsgebäudes. Ebenfalls drang Wasser in das Ayuntamiento ein, welches daraufhin für einige Stunden für den Publikumsverkehr geschlossen wurde.

Die Arbeiten an der Kanalisation waren durch das Unwetter nicht beeinträchtigt und konnten ohne Probleme fortgeführt werden.

Die Inselregierung liess vorsichtshalber alle Wanderwege der Insel sperren. Bei Regen werden diese schnell rutschig und auch Steinschläge sind dann keine Seltenheit.

In den kommenden Tagen scheint sich das Wetter zunächst etwas zu bessern. Am Mittwoch steht wohl auch etwas Sonne in Aussicht. Allerdings kündigt der Wetterdienst zum Wochenende weitere Niederschläge an.