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Heilige Quelle bald für Besucher zugänglich

Vor 42 Jahren brach zum letzten Mal ein Vulkan auf La Palma aus, der Teneguia im Gemeindegebiet Fuencaliente. Der Teneguia spie damals gleich aus 6 Schloten Feuer und Asche und schickte die austretende Lava in südliche und westliche Richtung hinunter ans Meer. Dadurch verlagerte sich ein Teil der Küste etwa 100 Meter weiter ins Meer hinaus.

Während der Teneguia neues Land bildete, begrub der Ausbruch seines großen Nachbarn, des Vulkans San Antonio im Jahre 1677 die Heilige Quelle von Fuencaliente. Die Fuente Santa, die dem Ort seinen Namen gab, verschwand darauf für mehrere Jahrhunderte. Glaubte man den Erzählungen der Fischer, so sollte die Quelle nun auf dem Meeresgrund sprudeln.  Trotzdem hat man unablässig nach ihr gesucht und  erst vor wenigen Jahren hat man sie tatsächlich wiederentdeckt.  Seit dem hat man an einem  neuen Zugang gearbeitet.

Die Heilige Quelle wird wiedereröffnet

Die Menschen des 17. Jahrhunderts wussten bereits um die wohltuende Kräfte des palmerischen Thermalwassers und  schätzen es. Die Heilige Quelle, der man besonders eine heilende Wirkung bei Hautkrankheiten zusprach, war weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Durch den Ausbruch des Vulkan San Antonio ist sie jedoch verschüttet und blieb für 328 Jahre unter der Lava begraben.

Erst im Jahr 2005 hat man die Quelle in einer Tiefe von 187 Metern wieder geortet. Seitdem arbeitete man kontinuirlich daran, die Fuente Santa freizulegen und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der angelegte Stollen mit einer Länge von 200 Metern führt zu den unterirdischen und mit Thermalwasser gefüllten natürlichen Becken. Die Themperatur dieses Wassers beträgt zwischen 30 bis mehr als 45 Grad Celsius.

Die Kosten für den  Bau des Stollens mit dem integrierten Belüftungssystem belaufen sich auf nahezu  400.000 Euro. Die Gemeinde sieht dieses Geld aber gut angelegt. Man hofft auf den Besuch durch zahlreiche Touristen. Ihnen soll am 26. Oktober 2013 erstmals der neue Weg zur Quelle zugänglich gemacht werden.

In diesem neu  gegrabenen  Stollen wird es ein Besucherzentrum mit Schautafeln und interessanten Informationen zur Heiligen Quelle geben. Außerdem ist ein Raum für Videovorführungen vorgesehen.

Im Rückblick auf die Popularität von einst würde man die Quelle nur allzu gerne auch unmittelbar nutzbar machen und angrenzend ein Heilbad errichten, doch dafür sind neben der Überwindung einiger bürokratischer und umweltpolitischer Hürden vor allem private Investoren notwendig, weil die Gemeinde ein solches Projekt unmöglich aus eigener Kraft finanzieren kann.