Kanarische Inseln sicherer als das spanische Festland

Die Kanarischen Inseln sind weitaus weniger von Kriminalität geplagt als das spanische Festland. Bei einer Feierstunde zum 171. Geburtstag der Guardia Civil in der Hauptstadt der östlichen Provinz stellte Ricardo Arranz außerdem fest, dass die Polizei auf den Kanaren die höchste Aufklärungsrate des Landes vorweisen kann. Nirgendwo in Spanien, so der Polizeichef, würden mehr Straftaten aufgeklärt als auf dem Archipel vor der afrikanischen Küste. Mit konkreten Zahlen untermauerte Arranz diese Aussagen allerdings nicht.

Viele Straftaten vorgetäuscht

Die vorgeblich hohe Quote an gelösten Kriminalfällen könnte jedoch auch daran liegen, dass die Polizei auf den Urlaubsinseln vielfach mit angeblich falschen Anzeigen zu tun hat. Denen kein echtes Verbrechen zu Grunde liegt. Wenn also in der Einschätzung der Polizei gar keine Straftat vorliegt, müssen sie diese natürlich auch nicht aufklären. Die meisten falschen Denunzierungen stammen nach Angaben des obersten Beamten der Guardia Civil demnach von Touristen. Die behaupten Opfer eines Diebstahls geworden zu sein, ohne dass dieser tatsächlich stattgefunden hat. Solche Anzeigen, so Arranz, dienten lediglich dazu, die Reiseversicherungen im Heimatland der Feriengäste zu schädigen. Mit der Vorlage der offiziellen Anzeige bei ihren Assekuranzen kassierten die betrügerischen Urlauber die Versicherungssumme für entwendetes Eigentum, das man jedoch nie wirklich gestohlen hat. Die Dunkelziffer derer, die mit diesem Betrug erfolgreich sind, ist nach Einschätzung des Polizeichefs trotz der guten Arbeit enorm hoch.