Heiße Tage, heiße Preise

An den vergangenen beiden Tagen, Montag und Dienstag, ging es auf den Kanaren heiß her. Das Thermometer stieg an manchen Orten, besonders auf Gran Canaria, auf Werte, die jenseits der 35 Grad-Marke lagen und damit die Spitze im ganzen Land markierten. Heißer als in La Aldea de San Nicolás, wo man 37°C gemessen hat, war es nirgendwo in Spanien. Auch sonst kamen Saunafans auf den Inseln voll auf ihre Kosten, ohne dazu eine der finnischen Schwitzstuben aufsuchen zu müssen. In den Urlaubshochburgen im Süden Gran Canarias, ebenso wie auf dem gesamten Archipel, waren Temperaturen deutlich über 30 Grad keine Seltenheit.

Diese hohen Werte veranlassten die staatliche Wetterbehörde Aemet dazu, eine Wetterwarnung der Stufe gelb auszusprechen, da derart hohe Temperaturen bei gefährdeten Personengruppen gesundheitliche Schäden hervorrufen können. Körperliche Anstrengungen sollten in der Hitze möglichst vermieden werden. Außerdem sollte man natürlich für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen, um den erhöhten Verlust durch starkes Schwitzen auszugleichen, was bei der großen Zahl von Bars und Cafés auf den Kanarischen Inseln mit Sicherheit kein Problem darstellt. Der Höhepunkt der Hitzewelle scheint jedoch heute schon überschritten zu sein. Die Prognosen für die nächsten Tage versprechen angenehmere Werte unter 30 Grad, die körperliche Aktivitäten nicht mehr gleich zu unerträglichen Strapazen ausarten lassen.

Dies dürfte auch die Geschäftsleute auf den Kanaren freuen. Steigen nämlich die Temperaturen auf allzu hohe Werte, sinken proportional die Kundenzahlen in den Läden. Statt für eine Shoppingtour, entscheiden sich die meisten Menschen dann für das Abhängen am Strand oder für einen kühlen Drink in einer Bar. So lässt es sich auch erklären, dass an den ersten Tagen der Rebajas de Verano, der sommerlichen Lagerräumung, ein eher verhaltener Kundenansturm zu verzeichnen war. Trotz zum Teil erheblicher Preisreduzierungen – die Plakate in den Schaufenstern versprechen Rabatte von bis zu 70 % – blieb der Run auf die Schnäppchen zunächst einmal aus.

Rebajas haben begonnen, Preisreduzierungen bis zu 70 %

Die Erfahrungen der Einzelhändler aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass besonders die ersten beiden Wochen im Juli zu Beginn der Verkaufsaktionen und die letzten Tage Anfang August, wenn die Preise noch einmal reduziert werden, die stärksten Verkaufszahlen ausweisen. Das Wetter spielt für den Erfolg der Rebajas jedoch eine wichtige Rolle. Ist es zu heiß, bleiben die Kunden ebenso aus wie bei regnerischem Wetter oder unterdurchschnittlichen Temperaturen. Deshalb hoffen die Ladenbesitzer, dass die jetzt angekündigten angenehmen Tage noch einige Zeit andauern werden. Dass die ersten Tage eines Monats die umsatzstärksten sind, dürfte jedoch nicht nur am Wetter liegen, sondern auch daran, dass so kurz nach dem Zahltag noch mehr Geld im Portmonee bzw. auf dem Kreditkartenkonto vorhanden ist.

Insgesamt blicken die Einzelhändler verhalten optimistisch auf die kommenden Wochen, da sich ihre Umsätze seit einigen Monaten wieder positiv entwickeln. Das tiefste Tal der Krise scheint überwunden. Sehr langsam, aber doch spürbar ziehen die Verkaufszahlen jetzt an. Um diesen Trend zu nutzen, wurde die Zeit, in der mit den reduzierten Preisen geworben werden kann, noch einmal um zwei Wochen verlängert. Insgesamt zwei Monate, bis Ende August, werden nun reduzierte Waren angeboten. Doch auch nach Ende dieser Zeit dauert es bestimmt nicht lange, bis den Marketingexperten eine neue Sale-Aktion einfällt. Denn Sale ist ja heute fast immer und überall.

2 thoughts on “Heiße Tage, heiße Preise

  1. Ich möchte den wöchentlichen Newsletter erhalten.

    vielen dank

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