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Großreinemachen in La Laguna

In den vergangenen Monaten hat das Umweltamt der Stadt La Laguna auf Teneriffa unter der Leitung der Stadträtin Cristina Darias die Bürger wiederholt zur Mithilfe aufgerufen, um verschiedenen Punkten in der Stadt eine Grundreinigung zu verpassen. Dieser Aufruf blieb nicht ungehört. Bei mehreren Aktionen waren insgesamt etwa 500 Bürger, meist jüngeren Alters, im freiwilligen Einsatz, um beim großen Saubermachen von Stränden und anderen Zonen La Lagunas zu helfen.

Mit dem Aufruf an die Bürger hat man gleich zwei Ziele verfolgt. Zum Einen ging es natürlich darum, die betreffenden Orte von Schmutz und Unrat zu befreien und so der Umgebung ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild zu verpassen, zum Anderen wollte man mit den Aktionen auch das Umweltbewusstsein stärken. Wer einmal ganz genau hinsieht und selbst erfährt, wie mühselig es ist, unbedacht weggeworfene Verpackungen und andere Dinge aufzusammeln und richtig zu entsorgen, der denkt beim nächsten Mal vielleicht etwas eher daran, einen Papierkorb zu benutzen, bevor er eine leere Dose oder Flasche einfach in der Natur entsorgt.

Erste Aktionen im März

Gestartet hst die Reihe der Saubermachaktionen bereits im März diesen Jahres im Rahmen des II. Festival Internacional de Cine de la Naturaleza y el Hombre, einem Filmfestival, das sich mit Fragen des Naturschutzes beschäftigte. Bei dieser Gelegenheit nahmen 120 Personen an einem Arbeitseinsatz teil, bei dem man die Zone um den Leuchtturm von Punta del Hidalgo von Schmutz und Unrat befreit hat.

Im April waren es 52 Schüler und Lehrer des Colegio Princesa Tejina aus San Bartolomé und Punta del Hidalgo, die die Arbeit rund um den Leuchtturm fortgesetzt haben. Ebenfalls im April hat man im Wald von Mesa Mota aufgeräumt. Hier war es die Fotografin Irene Sanfiel, die nicht nur den Einsatz von 135 freiwilligen Helfern koordiniert, sondern in Anschluss an die Reinigungsaktion auch noch eine Ausstellung in der Casa de los Capitanes mit zahlreichen Objekten, die man bei den Arbeiten gefunden hat, organisiert hat.

Weiter ging es im Juni am Küstenstreifen von La Barranquera. Bei dieser Gelegenheit konnte man etwa 30 Jugendliche animieren, bei der Säuberung mitzumachen. Im Anschluss an die Arbeit gab es noch eine Informations- und Diskussionsrunde, in der man sich mit der Wichtigkeit des Umweltschutzes und der Pflege des öffentlichen Raumes auseinander gesetzt hat.

Der bislang letzte Einsatz in dieser Reihe fand am 25. Juli statt, als wiederum etwa 30 Jungen und Mädchen, diesmal aus Los Andenes, die Küste im Valle de Guerra von den unschönen Hinterlassenschaften unachtsamer Strandbesucher befreit haben. Nach getaner Arbeit gab es zur Belohnung für die jungen Helfer noch zwei Workshops, in denen sie das Surfen und wichtige Tricks beim Volleyball erlernen konnten.

Weitere Säuberungseinsätze und Aufforstungsprojekte geplant

In La Laguna wurde jedoch nicht nur groß sauber gemacht, sondern es wurde auch etwas getan, um die Insel wieder etwas grüner zu machen. Bei einem Aufforstungsprojekt in Mesa Mota waren es die Sportler des Club de Atletismo de Tenerife und Schüler der Martin Luther King-Schule, die beim Pflanzen von 50 Bäumen geholfen und so ihren Beitrag geleistet haben, um die Stadt und die Insel etwas freundlicher zu machen.

Da alle Aktionen auf großes Interesse in der Bevölkerung gestoßen sind, wird es auch in Zukunft solche Projekte geben, denn bis das Ziel erreicht ist, das derartige Einsätze überflüssig macht, weil die Menschen das richtige Bewusstsein erlangt haben und selbst auf einen pfleglichen Umgang mit der Natur und ihrer Umwelt achten, ist es noch ein langer Weg.