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Greenpeace stellt Ölunfall vor der Küste von Lanzarote dar

Am vergangenen Samstag ist das Forschungsschiff Artic Sunrise der Umweltschutzorganisation Greenpeace an der Küste von Lanzarote vor Anker gegangen. Die Naturschützer unterstützen in diesen Tagen die Gegner der Ölförderpläne in den Kanarischen Gewässern mit gezielten Aktionen, wie etwa der Darstellung eines Unfalls auf einer Bohrinsel. Dazu errichteten die Ökoaktivisten von ihren Schlauchbooten aus einen Miniaturbohrturm vor der Küste und simulierten dann mit schwarzen Tüchern einen riesigen Ölfleck auf dem Wasser. Außerdem entrollten sie ein 70 Quadratmeter großes Spruchband auf dem „Renovables Si“ zu lesen ist.

Greenpeace will Gefahren aufzeigen

Mit dem Verweis auf die erneuerbaren Energien will man aufzeigen, dass es durchaus Alternativen zu den Plänen von Repsol und der spanischen Zentralregierung in Madrid gibt.

Wie ein Sprecher von Greenpeace mitteilte hat man den Standort für die Proteste vor der Küste Lanzarotes gewählt, weil im Falle eines Unglücks auf einer der geplanten Bohrinseln hier mit den größten Schäden durch auslaufendes Öl zu rechnen ist. Darüber hinaus zeigten sich die Mitglieder von Greenpeace davon überzeugt, dass auch bei der Einhaltung aller vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen ein Restrisiko bestehen bleibt, wie die Katastrophen der Vergangenheit gezeigt haben. Nach Ansicht der Naturschützer gibt es keine absolut sichere Methode, Öl aus tiefen Lagerstätten im Meer an die Oberfläche zu fördern.

Ebenso wichtig wie der für jedermann sichtbare Protest vor Lanzarote ist aber auch die Anzeige, die Greenpeace bei der europäischen Kommission wegen der Verletzung europäischen Rechtes im Zusammenhang mit der Erteilung der Bohrerlaubnis durch die spanische Regierung eingereicht hat.