Greenpeace beobachtet Bohrschiff bei seiner Reise auf die Kanarischen Inseln

Während das Greenpeace-Forschungsschiff Arctic Sunrise weiterhin in Kanarischen Gewässern vor Lanzarote und Fuerteventura den Artenreichtum in der Zone dokumentiert, hat sich ein weiteres Schiff der Organisation, die Esperanza, aufgemacht, die Reise des Bohrschiffs Rowan Renaissance von Angola auf die Kanaren zu beobachten. Dazu hat man auch einen Hubschrauber eingesetzt, der die Rowan Renaissance mehrfach überflogen und dabei Aufnahmen von den Aktivitäten an Bord des Bohrschiffs gemacht hat.

Die erste Phase ist die gefährlichste

Bis zur Ankunft auf dem Ölfeld Sandia, die an diesem Wochenende erwartet ist, begleiten die Naturschützer das Schiff des Ölkonzerns Repsol weiterhin. Ein Sprecher von Greenpeace erklärte, dass es gerade bei Probebohrungen, die man nun vor Fuerteventura und Lanzarote durchführen will, das größte Risiko für Unfälle besteht. Viele der Ölkatastrophen in der Vergangenheit, die zu erheblichen Schäden an der Natur geführt haben, hat man in einer solchen frühen Phase eines Ölförderprojektes ausgelöst. Auch bei den gerade abgeschlossenen Probebohrungen der Rowan Renaissance vor Angola soll es nach Angaben der Umweltschutzorganisation zu gefährlichen Situationen und bedenklichen Vorfällen gekommen sein. Deshalb wird Greenpeace die Repsol-Aktivitäten der nächsten Wochen in den kanarischen Gewässern bis zum Ende aufmerksam überwachen.

Auf den Kanarischen Inseln hat Repsol derweil alle notwendigen Vorbereitungen getroffen, um direkt nach dem Eintreffen der Rowan Renaissance mit den Bohrungen beginnen zu können. Das Logistikzentrum auf Gran Canaria ist eingerichtet, zwei Hubschrauber auf Lanzarote stationiert und vier weitere Schiffe sind bereit, um die Mannschaft des Bohrschiffs mit allen nötigen Dingen zu versorgen und sie bei den geplanten Arbeiten zu unterstützen.