Gemeinde Ingenio auf Gran Canaria bestraft das Füttern von streunenden Katzen mit bis zu 3000 Euro

Auf Gran Canaria solle man die Katzen verhungern lassen
Eine neue Anordnung, die das Füttern von streunenden Katzen unter Strafe stellt, sorgt derzeit in der Gemeinde Ingenio auf Gran Canaria für erhebliche Unruhe. Der Gesundheitsausschuss der Stadt hat beschlossen, die zunehmende Zahl frei laufender Katzen dadurch zu minimieren, dass er verbietet diese Tiere zu füttern. Wer sich nicht an diese Anordnung hält, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen, die zwischen 750 und 3.000 Euro liegt. Mit öffentlichen Aushängen in der gesamten Stadt hat die Verwaltung auf diese neue Regelung hingewiesen. Damit hat sie für viel Unruhe in der Bevölkerung gesorgt. Auch in den Stadtteilen Las Longueras und Valle Lomo, in denen besonders viele herrenlose Katzen anzutreffen sind, trifft diese Art und Weise das Problem anzugehen auf wenig Verständnis.

Zwar ist allen Beteiligten klar, dass man die ständig steigende Zahl der Katzen reduzieren muss. Das gewählte Mittel, die Tiere verhungern zu lassen, ist für die meisten Bewohner jedoch kaum zu akzeptieren.

Der Sprecher der PSOE in Ingenio, Juan Díaz, verlangt denn auch von den verantwortlichen Stellen in der Stadt nach anderen Wegen zu suchen, um das Problem zu lösen. In Zusammenarbeit mit dem städtischen Tierheim sollte man die Tier gezielt eingefangen und kastrieren. Eine Ansicht, die von vielen Bewohnern der Stadt geteilt wird. Die öffentliche Gesundheit ist durch eine solche Aktion sicherlich nachhaltiger gefördert. Als durch Katzen, die auf Grund von Hunger am Ende sogar aggressiv werden könnten.

(Foto von Michael J. Moeller/flickr.com Lizenz: BY-NC-SA)

One thought on “Gemeinde Ingenio auf Gran Canaria bestraft das Füttern von streunenden Katzen mit bis zu 3000 Euro

  1. Oh weh, solche Meldungen brechen mir als Katzenliebhaberin immer das Herz. Ist die Situation für die Straßensamtpfoten also auch auf Gran Canaria so schlimm. Naja, das überrascht mich nicht. Vermutlich vergleichbar mit Andalusien. Ich habe eine zeitlang ehrenamtlich in einem Tierheim in NRW gearbeitet und was da an Hunden und Katzen aus Spanien zu uns kam, was da an teils kranken, misshandelten, aber teils auch vollkommen gesunden Tieren in letzter Sekunde aus den Perreras (den spanischen Tötungsstationen) gerettet und nach Deutschland verfrachtet wurde – Wahnsinn! Da kann man echt nur hoffen, dass sich in den Mittelmeerländern in den Köpfen der Menschen langsam mal was ändert.

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