Fuerteventura: Inselhauptstadt ohne öffentlichen Nahverkehr

Die Inselhauptstadt von Fuerteventura, Puerto del Rosario, ist seit nun schon fast zwei Wochen ohne öffentlichen Nahverkehr.  Schon seit dem Jahr 2003 ist die Firma Bus Leader für die Busverbindungen in der Stadt zuständig. Doch nun wurde der Service in gegenseitigem Einvernehmen zwischen den Vertragsparteien eingestellt. Die Stadt schuldet dem Unternehmen mittlerweile einen Betrag von 150.000 Euro, was diese damit begründet, dass Bus Leader die vertraglich ausgehandelten Bedingungen nicht erfüllt hat. Und dies schon seit einigen Jahren.

Statt zwei Bussen wurde am Ende nur noch ein Fahrzeug eingesetzt, an den Wochenenden fiel der Nahverkehr vollständig aus.

Einwohner leiden unter der Situation

Wegen des mangelhaften Service startete die Stadt eine neue Ausschreibung, erhielt jedoch keinerlei Angebote. Zu leiden haben unter dieser unbefriedigenden Situation vor allen Dingen alte und behinderte Menschen, die auf das Nahverkehrsangebot angewiesen sind und nun keine Möglichkeit mehr haben, sich  innerhalb der Stadt zu bewegen. Wie lange diese unbefriedigende Situation noch anhalten wird, ist derzeit nicht zu erfahren. Aus dem Rathaus wird lediglich gemeldet, dass an einer provisorischen Lösung des Problems gearbeitet werde. Nähere Informationen dazu, wie diese Aussehen und wann sie in Kraft treten könnte, gibt es jedoch nicht. So müssen sich die Einwohner der Hauptstadt von Fuerteventura wohl noch einige Zeit selbst helfen und auf die Hilfe der motorisierten Nachbarn hoffen, denn teure Taxis können sich die wenigsten derer leisten, die sonst mit dem Bus zum Arzt oder zum Einkaufen in die Stadt fahren.

(Foto von Sirja Ellen/Lizenz: BY-NC-SA)