Rumänische Frauen auf Gran Canaria und Teneriffa zur Prostitution gezwungen

Mit dem Versprechen auf einen Job in der andalusischen Landwirtschaft hat man die rumänischen Frauen nach Spanien gelockt. Diese wollten vor der Armut zu Hause fliehen, doch im vermeintlich besseren Leben wartete auf sie die Hölle auf Erden. Gelandet sind sie am Ende als Prostituierte oder Bettlerinnen in den Straßen der Kanarischen Inseln von Gran Canaria und Teneriffa. Die Polizei hob jetzt eine Bande von rumänischen Kriminellen aus, die Frauen aus ihrem Heimatland auf eine Finca nach Sevilla gebracht hatten. Dort sollten sie als Erntehelfer eingesetzt werden und arbeiten. Nach einem Monat Arbeit auf den Feldern wurden sie jedoch schon wieder entlassen. Danach hat man die Frauen auf den Kanarischen Inseln zur Prostitution gezwungen. Jahrelang mussten die Frauen ihr Leben dort verbringen, bis die Polizei die Rumänninen nun endlich befreien konnte.

Ihre erste Lohnzahlung zahlten die verzweifelten Menschen dann als Reisekosten an die Schlepper, die alle aus der gleichen Familie stammen. Auf Gran Canaria oder Teneriffa angekommen hat man sie von weiteren Bandenmitgliedern massiv bedroht und geschlagen. Sie wurden gezwungen sich zu prostituieren oder in den Straßen der Touristengebiete zu betteln. Besonders häufig waren die Frauen in Playa del Inglés auf Gran Canaria zu sehen.

Durch Hilfe von Prostitution befreit

Mit Hilfe einiger Opfer, die sich aus den Fängen ihrer Peiniger befreien konnten, ist es der Polizei nun gelungen 10 Mitglieder der kriminellen Familie festzunehmen. Bei ihren Ermittlungen zu dem Fall waren die Fahnder auf ein Netz von Menschenhändlern gestoßen, das sich über mehrere europäische Länder erstreckt. Besonders enge Beziehungen der in Spanien festgenommenen Rumänen gab es zu Bandenmitgliedern in Italien und Großbritannien. Schon seit dem Jahr 2012 waren die Behörden auf der Spur der Sklavenhalter und ihrem internationalen Netzwerk. Bei der jetzt erfolgten Aktion konnte man nicht nur die Zuhälter und Menschenhändler festsetzen, sondern auch 15 Frauen aus den Klauen ihrer Peiniger befreien.