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Festival der Sternegucker auf Teneriffa

In diesen Tagen trifft sich auf Teneriffa ein ganz besonderes Völkchen. Schaut man auf die Gäste-und Rednerliste, so liest sich diese wie das Who-is-who der internationalen Physiker- und Astronautenszene. Sie alle kommen, um beim 2. Starmus-Festival, das am 22. September beginnt, ihre Ideen, Theorien und Forschungsergebnisse über die Sterne, das Weltall und seine Entstehung zu diskutieren.

Als einer der ersten und wichtigsten Teilnehmer ist der wohl bekannteste Physiker der Welt, nach einem kurzen Besuch auf La Palma, bereits in Santa Cruz de Tenerife eingetroffen: Stephen Hawking. Sein genialer Geist, der seit 1963 in einem kranken Körper gefangen ist, hat Dinge ersonnen, die das Denken über die Entstehung und die Entwicklung des Universums, grundlegend verändert haben. Der 72-jährige Physiker, der schon seit Jahrzenten an den Rollstuhl gefesselt ist und nach einer Lungenentzündung seine Fähigkeit zu sprechen verloren hat, kommuniziert über einen Sprachcomputer mit seiner Umwelt, den er mit seinen Augen steuert. Trotz dieser massiven Einschränkungen gelingt es ihm immer wieder, die Fachwelt mit seinen revolutionären Gedanken und Vorträgen zu begeistern.

Weltelite der Astrophysiker auf Teneriffa

Stephen Hawking ist jedoch nicht der einzige Wissenschaftler von Weltrang, der am Starmus- Festival teilnimmt. Nobelpreisträger wie Robert Wilson und Harold Kroto sind ebenso auf Teneriffa erwartet, wie der Astronaut Charles Duke. Er bereiste mit der Apollo 16 den Weltraum oder der Kosmonaut Alexei Leonow, den die Russen ins All geschickt haben. Sie und noch viele andere werden vom 22. – 27. September ihre Forschungsergebnisse und Theorien in Diskussionen und Vorträgen im Ritz Carlton Abama, den Teilnehmern dieser weltweit einzigartigen Veranstaltung näherbringen.

Diskutiert wird auch über das Buch, welches die beim ersten Starmus-Festival 2011 gesammelt Erkenntnisse zusammenfasst. Vor einigen Wochen war dies vom Gründer der Veranstaltung, Garik Israelian, in Southampton der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Das Vorwort zu dem Werk hatte Stephen Hawking geschrieben. Unter anderem enthält die Publikation auch den letzten Vortag des amerikanischen Astronauten Neil Armstrong, der 1969 als erster Mensch seinen Fuß auf den Boden des Mondes gesetzt hatte.

Auf ihrem zweiten Festival wollen die Physiker, Astronomen und Weltraumeroberer aber nicht nur über die Entstehung der Welt und des Universums reden, sondern sich auch ein wenig amüsieren. Musik ist für viele der Festivalteilnehmer die zweite große Leidenschaft. Deshalb sorgen u.a. die Sopranistin Katerina Mina und der Komponist Alexandro Hahalis für die entspannenden Momente bei dieser Veranstaltung. Auch Brian May, der nicht nur einer der besten Gitarristen der Welt und Gründungsmitglied der Rockband Queen ist, sondern auch ein anerkannter Astrophysiker, wird sich sicherlich nicht nur an den wissenschaftlichen Diskussionen beteiligen, sondern auch seine musikalische Talente unter Beweis stellen.