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Doña Sebastiana und Don Agustín erklären die Geschichte Fuerteventuras

Geschichte hautnah erlebbar machen – das ist das Ziel einer neuen Erlebnistour auf Fuerteventura, die in diesen Tagen startet. Dabei schlüpfen die Reiseführer in historische Kostüme und erzählen anschaulich, wie das Leben auf der Insel einst so ablief. Erfreulicherweise tun sie dies nicht nur in Spanisch, sondern auch in Englisch, Französisch und Deutsch.

Schon vor einiger Zeit wurde von der Stadtverwaltung La Olivas auf Fuerteventura die Ruta de los Coroneles eingerichtet. Dieser Weg führt in fünf historische Gebäude der Stadt, die im 18. und 19. Jahrhundert den damaligen militärischen Machthabern als Verwaltungssitz diente. Die Coroneles, die Obersten, übernahmen im Jahr 1708 die Macht auf der Insel und behielten sie bis 1836, als die spanische Krone die Herrschaft der Señores beendet hat.

Spannende Geschichte anschaulich präsentiert

Was in dieser spannenden Zeit so alles geschah, in der englische Korsaren mehr als einmal versuchten, die Insel zu erobern, das erzählen jetzt Doña Sebastiana und Don Agustín all denen, die sich für mehr als Strand und Meer in ihrem Urlaub auf Fuerteventura interessieren. Diese beiden Figuren, in die die Reiseführer schlüpfen, basieren auf der Geschichte zweier Menschen, die zu jener Zeit tatsächlich auf der Insel gelebt haben. Allerdings ist zu bezweifeln, dass sie damals, anders als ihre modernen Nachfahren, die deutsche Sprache beherrscht haben. Der angenehme Umstand, dass sich Doña Sebastiana und Don Agustín heute des germanischen Idioms befleißigen, um ihre Geschichten zu erzählen, macht einen solchen Ausflug in die Historie auch für Besucher aus den deutschsprachigen Ländern zu einer äußerst interessanten Alternative zu einem Tag am Strand.

Gelungene Generalprobe

Was die Teilnehmer dieser ebenso spannenden wie amüsanten Geschichtsstunde erwarten dürfen, davon haben sich in der vergangenen Woche die Vertreter von mehr als zwanzig Reiseveranstaltern überzeugt, die die Tour demnächst in ihr Ausflugsprogramm aufnehmen werden.

Bei der Generalprobe waren neben den Repräsentanten der Touristikunternehmen auch diejenigen mit von der Partie, die das Ganze initiiert haben, wie der Inselrat für Tourismus, Blas Acosta, der die besondere Ausprägung einer halbfeudalen Gesellschaft, wie sie unter den Coroneles geherrscht hat, auf die isolierte Lage Fuerteventuras in jener Zeit zurückführt. Die einzigartige Geschichte der Insel, die bei dieser Tour so eindrucksvoll erzählt wird, da ist Blas Acosta sicher, wird bei den Besuchern auf reges Interesse stoßen. Damit könnte er Recht haben.

Wer Doña Sebastiana in ihrem prachtvollen Kostüm zuhört, wenn sie erzählt, wie etwa das Leben in und rund um die Iglesia de la Candelaria, die Kirche in La Oliva, einst ausgesehen hat, der fühlt sich direkt in eine andere Zeit versetzt. Nicht anders ergeht es den Zuhörern von Don Agustín, der viel über die Casa de los Coroneles zu berichten weiß, die die einflussreiche Familie Cabrera Bethencourt in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut hat.

Die Tour entlang der Ruta de los Coroneles startet an jedem Dienstag und Donnerstag während der Monate Juli und August. Es geht los an der Iglesia de la Candelaria und führt dann weiter über die Casa de la Cilla, die Casa de los Coroneles, das Centro de Arte Mané und die Casa del Coronel. Nähere Informationen und die Möglichkeit, sich für diesen spannenden Ausflug in die Geschichte anzumelden, gibt es in den Touristenbüros auf der Insel und bei den Reiseveranstaltern in den Hotels vor Ort.