Die Semana Santa in Las Palmas de Gran Canaria

Es gibt keine Woche, in der sich mehr Spanier an ihre christlichen Wurzeln erinnern, als in der Woche vor Ostern. Die Prozessionen am Karfreitag ist ein gesellschaftliches Ereignis, das sich kaum jemand entgehen lässt. In Andalusien – besonders in Sevilla – ist in dieser Zeit nur schwer ein freies Zimmer zu bekommen, da Menschen aus aller Welt anreisen, um sich die Prozessionen der vermummten Bruderschaften durch die Straßen der Stadt anzusehen. Längst ist dort aus der Tradition das beste Geschäft des Jahres geworden.

Diverse Veranstaltungen an Ostern

Auch in der Hauptstadt Gran Canarias sind in diesen Tagen die Mitglieder verschiedener christlicher Vereinigungen in den Gassen der Vegueta, der Altstadt von Las Palmas, unterwegs, um an diese alte Tradition zu erinnern. Wer dann mit dem Auto in die Stadt kommt, sollte deshalb ganz genau darauf achten, wo er sein Fahrzeug abstellt. Zahlreiche Straßen und Plätze, auf denen man sonst bedenkenlos parken kann, sind nämlich gesperrt. Autos, die hier geparkt wurden, werden rigoros abgeschleppt, um die Wege für die Massen der Gläubigen und Besucher freizuhalten.

Schon am gestrigen Mittwoch gab es die ersten Prozessionen in der Zone rund um San Telmo. Heute, am Gründonnerstag, tragen die Gemeindemitglieder der Ermita del Espíritu Santo die Figur des Santísimo Cristo del Buen Fin. Eine Statue aus dem Jahre 1690, durch die Gassen der Vegueta. Die meisten Veranstaltungen sind jedoch am morgigen Karfreitag geplant. Dann wird im Herzen der Altstadt eine Prozession die nächste ablösen. Wer sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen möchte, sollte jedoch möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, da die ohnehin angespannte Parksituation in Las Palmas in diesem Tagen noch schwieriger sein dürfte.

(Foto – Semana Santa – San Telmo – von El Coleccionista de Instantes/flickr.com Lizenz: BY-SA)