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Deutsche Familie spendet 12.000 Euro für den Jungen aus dem Koffer

Spende für Kofferjungen
Im vergangenen Monat ging die Meldung über einen 8-jährigen Jungen von der Elfenbeinküste um die Welt, der in einem Koffer versteckt über die Grenze in Ceuta nach Spanien geschmuggelt werden sollte. Der Vater des kleinen Adou, der seit mehreren Jahren ganz legal mit seiner Frau und seiner Tochter auf Fuerteventura lebt, sah keinen anderen Ausweg, als seinen Sohn auf illegale Weise ins Land zu holen. Zuvor haben Behörden mehrere Anträge zur Familienzusammenführung von den Behörden abgelehnt. Weil das Einkommen von Ali Ouattara, der Vollzeit in einer Wäscherei arbeitet, um 30 Euro monatlich zu niedrig ist.

Während der Junge immer noch ohne seine Eltern in einem Kinderheim in Ceuta leben muss, hat man seinen Vater nun überraschender Weise aus der spanischen Exklave nach Sevilla verlegt. Wo er weiterhin auf seinen Prozess wartet. Zwei Anträge, ihn gegen Kaution auf freien Fuß zu setzen, hat das Gericht wegen angeblicher Fluchtgefahr abgelehnt. Wobei angesichts der Vorgeschichte wohl kaum davon ausgegangen werden kann, dass der Vater seine Familie im Stich lassen würde.

Auf Fuerteventura erfahren derweil die Mutter und die kleine Schwester von Adou eine Welle der Hilfsbereitschaft und Unterstützung. Wie jetzt bekannt wurde, war eine Familie aus Deutschland vom Schicksal der Familie so berührt, dass sie sich entschlossen hat, 12.000 Euro bereitzustellen. Mit denen man dafür sorgen soll, dass die Geschichte doch noch ein Happy End bekommt. Ob und wann die Mutter von Adou, ihren Sohn und ihren Mann wieder in die Arme schließen kann, ist ungewiss. Derzeit warten sie und ihre Tochter auf Fuerteventura noch vergeblich darauf, dass die Familie endlich wieder vereint ist.