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Der Käsestreit von Fuerteventura

Auf Fuerteventura ist ein Streit zwischen den Produzenten des Käse und den Hoteliers über den Preis des berühmtesten Lebensmittels der Region entbrannt. Eigentlich wollen die Hotelbetreiber auf der zweitgrößten Insel der Kanaren ihren Gästen einheimische Produkte anbieten, doch im Fall des bekannt guten Käses von Fuerteventura, der es inzwischen zu internationaler Bekanntheit gebracht und zahlreiche Gourmetpreise bekommen hat, sieht die Sache etwas anders aus.

Der Käse aus Fuerteventura ist zu teuer für die Hotels

Antonio Hormiga, Präsident des Hotel- und Tourismusverbandes sagte, man würde den Käse ja gerne offerieren, da er typisch für die Insel und auch wirklich gut ist, nur sei der den Hoteliers schlicht und einfach zu teuer. Sie weichen deshalb lieber auf preisgünstigere Produkten aus, die dann allerdings eben nicht aus regionaler Produktion stammen. Mit dieser Aussage zog er sich umgehend den Unmut der Käseproduzenten zu, die sogleich konterten, dass Qualität nun mal ihren Preis habe und die Hotelbetreiber ihre Arbeit nicht ausreichend zu würdigen wüssten.

Doch die professionellen Gastgeber blieben bei ihrer Entscheidung, sich auf anderen, denn dem heimischen Markt zu bedienen und so wird auch in Zukunft Fuerteventura-Käse nur in Ausnahmefällen auf den Frühstücksbuffets der Hotels zu finden sein. Im preissensiblen Tourismusgeschäft, in dem viele Kunden weniger auf Qualität als auf den Preis achten und deshalb bei verdächtig günstigen All-inclusive-Angeboten zugreifen, ist für den Luxus guter Lebensmittel einfach kein Spielraum vorhanden, selbst wenn sie so empfehlenswert und lecker sind wie der Queso majorero.