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Das Bergdorf Masca

Blick vom Kleinen Gala auf Masca und den Barranco von Masca

Die Schlucht von Masca, die Viele als Höhepunkt ihrer Teneriffareise betrachten, ist seit Beginn 2018 gesperrt. Es werden Erneuerungsarbeiten durchgeführt, da es in der Vergangenheit viele Unfälle während der Wanderungen gegeben hat.

Auch oberhalb der Masca Schlucht gibt es sehr viel zu Staunen

Das Bergdorf, dass in einem Vulkankrater liegt, ist in jedem Fall einen Ausflug wert. Nach langer Bauzeit erreicht man es, wenn man von El Tanque bis nach Santiago del Teide fährt. Von dort aus führt eine sehr schmale Straße bis nach Masca. Diese zählt zu den spektakulärsten Strecken, die man in Spanien fahren kann, denn sie führt in endlosen immer enger werdenden Schlaufen um die steilen Hänge herum und macht alle paar Höhenmeter eine Wende.

Auf dem Weg nach Masca – die abenteuerliche Straße, das Teno-Gebirge und auch die Nachbarinseln im Blick.

Noch vor 40 Jahren war das Dorf nur zu Fuß oder auf einem Esel erreichbar. Aus diesem Grund blieb das Dorf eher unangetastet und ist nun eins der schönsten Beispiele für die traditionelle Architektur der kanarischen Inseln.

Die Bauart der Häuser ist besonders auffällig. Befinden sich mehrere Zimmer in einem zweistöckigen Haus am Berghang, so sind diese nicht im Inneren miteinander verbunden, sondern haben immer eine separate Eingangstür von außen. Die Zimmer sind dann außerhalb durch kleine Treppen verbunden. Der Grund ist die nachträgliche Erweiterung vieler Gebäude.

Auch die Lage des Dorfs ist besonders, es liegt in einem Vulkankrater im Teno-Gebirge. Das Ortsbild ist geprägt von terrassierten Feldern am Hang des Kraters.

Fast überall hat man einen fabelhaften Blick auf die Schlucht. Dahinter sieht man das unendliche Meer und die Nachbarinseln La Gomera und La Palma. Ein traumhafter Ausblick.

Masca von oben, wundervoller Blick auf die Schlucht und das Dorf.

Es gibt drei Ortsteile, die über verschiedene Berghänge verteilt sind und zu Fuß erreicht werden können. Im Jahre 2019 lebten hier insgesamt 86 Einwohner und die Zahl sinkt durch die Landflucht der Jugendlichen. Hier kann man das typische Leben der Einheimischen beobachten. Sie verkaufen auch typisch kanarische Produkte sowie exotisches Obst und Gemüse, zum Beispiel Kaktusfeigen. Aber Vorsicht, Stacheln!

So lecker! Kaktusfeigen direkt aus der Umgebung.

Sehenswert ist auch der zentrale Platz vor der Kirche des späten 18. Jahrhunderts. Hier steht auch ein wunderschöner, großer Drachenbaum.

Es gibt hier einige Restaurants und Bars, da das Dorf tagsüber von Touristen überlaufen ist, wenn die Masca-Schlucht geöffnet ist. Die unvergleichliche Schönheit und der Charme sind geblieben, einige abgelegene Wege bleiben auch während des Ansturms leer. Trotzdem kommt man, um das Dorf in Ruhe zu erkunden, am besten sehr früh oder erst spät am Abend. So kann man den Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Solange die Schlucht geschlossen ist, trifft man allerdings kaum Touristen an. Der perfekte Zeitpunkt, um das Dorf zu erkunden.

Wer sich die aufregende Fahrt über die schmalen Straßen ersparen möchte, kann sein Auto beispielsweise in Santiago del Teide oder Buenavista del Norte abstellen und mit dem Bus weiterfahren. So lässt sich der Ausblick umso mehr genießen. Wer Glück hat, erwischt einen Busfahrer, der auf der Strecke einen Halt macht. So kann man den Ausblick festhalten, ohne die Fensterscheibe im Bild zu haben. Wer doch mit dem Auto anreist, findet ein paar Buchten, in denen man kurz halten kann.