54 Millionen Euro in erneuerbare Energien

Die Kanarische Gesellschaft für Wirtschaftliche Entwicklung (Sociedad Canaria de Fomento Económico) hat es sich mit ihrem Programa de Becas Export Manager (PROEXCA) zur Aufgabe gemacht, die Unternehmen auf dem Archipel fit zu machen für die internationalen Märkte und die Herausforderungen, denen die Firmen in einer globalisierten Welt gegenüberstehen. Durch gezielte Anbahnung von unternehmerischen Beziehungen zu anderen Ländern soll die Wettbewerbsfähigkeit der kanarischen Wirtschaft gestärkt werden.

Windkraft auf La Palma

Windkraft auf La Palma

Der neueste Erfolg dieser Organisation, die von der Kanarischen Regierung ins Leben gerufen wurde, ist die zu erwartende Überweisung von 54 Millionen Euro. Die norwegische Unternehmen in zukunftsträchtige Umwelttechnologien auf den Kanarischen Inseln investieren werden. Acht Projekte, die sich mit erneuerbare Energien, der Wasserversorgung und der Abfallverwertung beschäftigen, wollen die Norweger auf den Weg bringen. Um sie auf den Inseln soweit zu entwickeln, dass die Ergebnisse in einem weiteren Schritt auf dem Weltmarkt präsentiert sein können.

Pablo Martín Carbajal, der als Vertreter von PROEXCA die Entscheidung der norwegischen Unternehmen ankündigte, verwies darauf, dass sich die Kanaren mit der Größenordnung der Investitionen in diesen wichtigen Zukunftstechnologien an die Spitze in Spanien setzten. Durch dieses Programm werden nicht nur neue Arbeitsplätze auf den Inseln entstehen. Sondern auch Weichen gestellt für eine breiter aufgestellte Wirtschaft. Die sich nicht länger nur auf Tourismus und Landwirtschaft beschränken wird.

Forscher auf den Kanaren

Die skandinavischen Konzerne entwickeln neue Technologien zur Gewinnung von Energie aus Wind, Sonne und Meeresbewegungen. Auf dem Kanarischen Archipel finden die Forscher und Ingenieure perfekte Bedingungen vor. Da diese Faktoren auf den Inseln in überreichem Maße vorhanden sind. Wind, Wasser und Sonne werden in Zukunft nicht nur Touristen anlocken, sondern auch Experten. Die sich mit der Lösung von existenziellen Problemen der globalen Energieversorgung beschäftigen.

In einem der Projekte versucht man, zwei der großen Probleme in weiten Teilen der Welt zu lösen: Wasser- und Energieknappheit. Man will ein Verfahren entwickeln, das die Entsalzung des Meerwassers mit der Nutzung der Gezeiten zur Energiegewinnung kombiniert. Auch die weiteren Vorhaben sind nicht weniger ambitioniert. Die Erforschung von effektiven Methoden zur Generierung von Energie aus Wind und Sonne. Aber auch aus Biogasanlagen stehen auf der Agenda der norwegischen Investoren. Laut Martín Carbajal haben sie sich nicht nur wegen der optimalen natürlichen Bedingungen für die Kanaren entschieden. Sondern auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen, wie die günstige Steuersituation in der Region bei ihrer Entscheidung berücksichtigt.

Für den Archipel sind solche Kooperationen mit international operierenden Unternehmen sicherlich dazu geeignet, die lokale Wirtschaft auf zukunftsorientierte Weise in globale Zusammenhänge einzuordnen.

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