498 Arbeitslose weniger auf La Palma

La Palma meldet mit dem Stand vom Dezember 2013 498 Arbeitslose Personen weniger. Hingegen ist in den Regionen Tijarafe, Puntagorda und Barlovento die Arbeitslosigkeit weiter gestiegen. Die abgelegenen und dünn besiedelten Regionen haben nicht die Struktur um dort in dieser Zeit ausreichend Arbeit zu schaffen. Sie befinden sich in einer Art Dämmerschlaf. Die Jugendlichen verlassen die alten Dörfer um wenigsten die Chance zu haben, in der Stadt Arbeit zu finden. Demzufolge ist es nur normal, dass in der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück gegangen ist. Hier weist die Statistik 188 Personen aus, die scheinbar Arbeit gefunden haben. In der Gesamtzahl von 10.767 arbeitslos gemeldeten Personen auf La Palma, sind die meisten in Los Llanos registriert, gefolgt von der Hauptstadt. In Zahlen sind es 2667 in Los Llanos und 2280 in Santa Cruz. Alles in Allem auf den ersten Blick eine erfreuliche Entwicklung.

Papier ist geduldig und Statistiken werden gerne mal bemüht um etwas schön darzustellen.

Betrachtet man die Zahlen isoliert, so macht das Hoffnung, ohne Frage. Zieht man ein paar Zahlen zu Rate, die einfach dazu gehören, ist von Entwarnung noch keine Rede.

Nach realistischen Erhebungen leben de facto ca. 70.000 Einwohner auf der Insel La Palma. Die gerne bemühte Zahl von 85.000 hält einer Belastung nicht stand, weil bereits sehr viele Einwohner nur noch hier gemeldet sind aber bereits ihr Glück auf dem Festland oder im Ausland suchen. Zu diesen Zahlen kommen noch die offiziellen 353 Abwanderungen aus dem letzten Jahr hinzu. Man kann ca. 50% der Bevölkerung als Erwerbstätig heranziehen. Den Rest stellen Kinder, Jugendliche unter 16 Jahren und Rentner. Das ergibt eine Arbeitslosenquote von 31%. Das ist der Status Quo. Dagegen liest sich die Reduzierung der Arbeitslosen von 1,4% ( 498 ) dann wieder eher bescheiden. Dennoch fängt eine Veränderung immer mit dem ersten Schritt an. Wollen wir hoffen, dass La Palma nicht weiter rückwärts geht.

Wie sieht das Große Ganze aus. Fast 206 Millionen Menschen offiziell arbeitslos gemeldet

Die Zahlen des ILO, der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf, sehen dagegen nicht sehr rosig aus. Dazu sei angemerkt, dass sind die offiziellen Zahlen, an denen die Politik selten interessiert ist. Die Dunkelziffer dürfte sich um gut 15 bis 20 Millionen nach oben bewegen. Aber das ist mittlerweile jedem mit Verstand gesegneten Beobachter längst klar. Das dieser Trend der hohen Arbeitslosigkeit weiter zunimmt, ist auch der technischen Entwicklung geschuldet, die immer mehr auf „Wegrationalisierung“ programmiert ist. Wie beispielsweise die Marktreife eines Roboters belegt, der es schafft einen Burger in 10 Sekunden fertig zu belegen,ohne das auch nur ein Mensch Hand daran anlegt hat. 360 Burger in der Stunde. Wozu braucht es da noch Menschen. Nur zum Verzehr quasi. Doch wenn alle Konsumenten keine Arbeit haben, dann kommen demnächst auch Roboter zum Arbeitsamt und fordern Arbeitslosenunterstützung ein. Das nur als Fußnote. Dem ILO zu Folge soll sich erst ab dem Jahr 2018 ein abnehmender Trend der Weltarbeitslosigkeit einstellen. Aus dem gestern veröffentlichten Bericht geht sogar hervor, dass das ILO mit einem Anstiegt auf 215 Millionen Menschen ohne Arbeit rechnet. Und zwar bis ins Jahr 2018. Der Generaldirektor des ILO, Ryder, fordert ein rasches Umdenken der Politik. Wie aus Spanien hinlänglich bekannt, ist es besonders die Jugendarbeitslosigkeit, die weltweit zu alarmieren scheint. Hier, bei den Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren, ist der Anstieg am dramatischsten. 74,5 Millionen Menschen fallen in diese Altersklasse. Das sind weltweit 13,1% und damit doppelt so hoch wie die Arbeitslosenquote der Gesamtbevölkerung.

Die Vermögensverhältnisse bringen es an den Tag

Dass dabei ca.840 Millionen, in Worten, Achthundert vierzig Millionen Familien mit weniger als 2 Euro am Tag überleben müssen ist ein sozialer Schlag ins Gesicht, wenn man die Zahlen kennt, die belegen, dass nur 85 Menschen, auch das in Worten, Fünfundachtzig, das Vermögen der ärmeren Hälfte der Erdbevölkerung besitzen!! Die Welt beheimatet ca. 7 Milliarden Menschen, die Hälfte davon hat ein Vermögen wie es nur 85 der Reichsten Menschen auf sich vereinen. Das lässt sich meiner Meinung nach nicht mehr politisch, demokratisch und schon gar nicht technokratisch lösen. Da muss entweder ein radikaler Wandel der Moral und Verantwortung her oder die soziale Ungerechtigkeit entlädt sich mit einem Mal. Das aber ist ein gefährlicher Cocktail, auch und erst recht für die Vermögenden.

Da uns die Politik und die Wirtschaft in diesen Belangen gar nicht helfen will oder kann, bleibt nur die Eigeninitiative um den Karren wieder ans Laufen zu bringen. Ein Anfang ergibt sich daraus, dass in Santa Cruz de La Palma im letzten Jahr 64% mehr Geschäftseröffnungen im Vergleich zum Vorjahr registriert wurden. Lassen wir die Zahl so stehen und vergegenwärtigen wir uns, dass keine Entwicklung endlos ist. Auch nicht die Krise!

Bleiben sie optimistisch……

Ihr Jean-Bas